Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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, Friäulein Olivia ſetzte eine ſilberne Glocke, die vor ihr auf dem Kamin ſtand, in Bewegung. 2Vorher muß Ihr Diener aber mit Meiſter d Alain, meinem Haushofmeiſter, den Abendtrunk zu ſich nehmen, ſagte Hervé von Vaunoy.

Bei dem Namen Alain erbleichte Jud unter ſeinem Mantel.

Mein Diener iſt krank, erwiederte der Ka⸗ pitän;es iſt ihm nichts weiter nöthig, als Ruhe und ein gutes Bett.

Nach Ihrem Belieben, mein junger Freund.

Ein Bedienter, den der Ton der Glocke her

beigerufen hatte, trat ein.

Macht dieſem ehrlichen Manne ein Bett zu⸗ recht, ſagte Herr von Vaunoy zu ihm,und

behandelt ihn in Allem, wie den Diener eines

Mannes, den ich hochſchätze und liebe.

6 Didier verbeugte ſich. Jud verließ das Zim⸗

mmer und folgte, immer in ſeinen Mantel gehüllt,

dem Diener, der, ſo gern er auch gewollt hätte, nichts von ſeinen Geſichtszügen ſehen konnte.

Wir kennen Herrn Hervé von Vaunoy, den jetzigen Beſitzer von la Tremlays und von Boue⸗ ris⸗en⸗Forét. Die zwanzig Jahre hatten ſein ooolles, heiteres Geſicht nicht ſo ſehr verändert, ddaß es nöthig wäre, eine neue Beſchreibung von ihm zu geben.

1 Fräulein Olivia von Vaunoy, ſeine Schweſter, war eine lange, hagere Figur, die in ihren jün⸗

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