Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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geren Jahren ſehr häßlich geweſen war. Das Alter, welches unfähig iſt, zu verſchönern, ver⸗ wiſcht wenigſtens die auffallenden Unterſchiede, welche die Schönheit von der Häßlichkeit trennen. Im fünfzigſten Jahre iſt das, was von einer häßlichen Frau noch übrig iſt, nur wenig ver⸗ ſchieden von dem, was von einer ſchönen bleibt. Der Ausdruck des Geſichts kann allein den Un terſchied bezeichnen. Das Geſicht des Fräuleins Olivia aber drückte gar nichts aus, als höchſtens eine außerordentliche Ziererei, das hartnäckige Beſtreben, naiv ſein zu wollen und eine un glaubliche Pruderie. Sie war übrigens nach der neueſten Mode gekleidet, trug ein langes, ausgeſchnittenes Leibchen, weit hervorſtehende Hüf⸗ ten, außerordentlich hoch friſirte und gepuderte Haare, einen Fächer, den wir Rococo nennen würden, und niedrige Schuhe von braunrothem Leder. Ihre Wangen waren mit Schönpfläſter⸗ chen von der verſchiedenſten Form getiegert, und eine Linie von ſchwarzer Farbe verlieh ihr ſchön gebogene Augenbraunen. Wir ſprechen nicht von dem Karmin, mit dem ihre Lippen und Wangen bedeckt waren, noch von der kindlich freundlichen B Miene, welche zu allen dieſen verführeriſchen Reizen noch hinzu kam.

Alix hatte keine Aehnlichkeit mit ihrem Vater und noch weniger mit ihrer Tante. Sie war groß, aber dennoch hatte ihr ſchön proportionir⸗