Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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Wie? rief Herr von la Tremlays,Du haſt mich behorcht? Du weißt, was ich geſagt habe?

Nicht Alles... Du haſt zu viel Unſinn geſprochen, als daß ich Alles verſtanden hätte. Aber glaube mir: laß unſren jungen Herrn Georg nicht in der Gewalt eines Vetters zurück. Wenn Du weit fortgehen willſt, nimm Deinen Enkel mit auf Dein Pferd; wenn Du dies nicht kannſt, bringe ihn um; aber verlaß ihn nicht. Jetzt will ich Zweige zu Faßreifen abſchneiden. Gott ſegne Dich, Nikolas Treml!

Der Albino ließ den Zügel los und kletterte wie eine wilde Katze an dem Stamme eines Kaſtanienbaumes empor. Es fing an dunkel zu werden. Die Kleidung dieſes ſeltſamen Weſens, die aus Kaninchenfellen beſtand und ſo weiß war, als er ſelbſt, leuchtete durch die Zweige, die er mit einer unglaublichen Gewandtheit erkletterte.

Tremlays ritt nachdenkend weiter.

Er iſt ein armer Wahnſinniger, ſagte er zu ſich ſelbſt.

Aber ſein Herz wurde immer beklommener, und als Jean Blancs Stimme ſich von neuem hören ließ und aus dem Laubdache der hohen

Eichen der Trauergeſang Arthurs von Betragne ) geſang 9

das Ohr des alten Edelmannes traf, fühlte er einen Froſt durch ſeine Adern rieſeln und ſprach ſeufzend den Namen ſeines Sohnes aus.