ſtande ſeiner ſorgenvollen Träume in einem gehei⸗ men Zuſammenhange.
„Du wirſt unverſchämt, mein Sohn,“ erwie⸗ derte er.„Ich bin gegen Euch Bauern zu gütig und das macht Euch frech. Mache Platz und
unterſtehe es Dir nicht wieder.“
Anſtatt dieſem, mit ſtrengem Tone ausgeſpro⸗ chenen Befehle zu gehorchen, ergriff Jean Blanc mit ruhigem Lächeln den Zügel des Pferdes.
„Du irrſt Dich, hoher Herr,“ ſagte er mit ſanfter, trauriger Stimme.„Nicht gegen uns arme Leute biſt Du zu gütig, ſondern gegen andre, die Du liebſt und die Dich haſſen.“
„Schweig, Narr!“ unterbrach ihn Tremlays.
Aber der Albino ließ den Zügel nicht los und
fuhr fort:
„Mit meinem Vater geht es gut. Ich habe geſtern bei ihm gewacht und werde morgen bei ihm wachen. Geſtern bewachteſt Du Georg Treml, wirſt Du ihn morgen noch bewachen, hoher Herr?“
„Was willſt Du damit ſagen?“
„Es iſt ein ſchönes Lied, das Lied von Ar⸗ thur von Bretagne. Ich kann eben ſo geſchickt durch das Gebüſch kriechen, als auf die Wipfel der Kaſtanienbäume klettern. Ich bin Dir lange im Walde gefolgt; Du ſprachſt mit Deinem Ge⸗ wiſſen. Ich habe es gehört, und habe das Lied von Arthur geſungen.“
2*
2


