Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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Es war allerdings ein Menſch und doch erſchien er in der Nähe noch merkwürdiger als in der Ferne. Die nackten, mit farbloſen Haaren bedeckten Beine trugen einen unförmlichen und viel zu kurzen Rücken. Ueber ſeinem knochigen Halſe, der ſchief auf der hohlen Bruſt ſtand, ſah

man ein eckiges Geſicht, deſſen Knochen mit einer

bläulichen, mit Flaum bedeckten Haut überzogen waren. Die Haare, die Augenbrauen, der ſproſ⸗ ſende Bart, Alles war weiß, und die Augen glänzten wunderbar aus dieſer bleichen Umge⸗ bung hervor. Nichts an der ganzen Perſon ver⸗ rieth mit einiger Gewißheit ſein Alter; vielleicht war er ein Kind, vielleicht ein Greis. Die außer⸗ ordentliche Gewandtheit, die er eben an den Tag gelegt hatte, widerlegte jedoch dieſe beiden Ver⸗ muthungen. Das Jünglingsalter allein konnte dieſe kraftvolle Beweglichkeit unter einer ſo elen⸗ den und kümmerlichen Hülle verbergen.

Er ſprang empor und ſtellte ſich mitten in den Weg, vor den Kopf des Pferdes.

Was macht Dein Vater, Jean Blanc? fragte Herr von la Tremlays.

Was macht Dein Sohn, Nikolas Treml? entgegnete der Albino, indem er einen Luftſprung machte. Eiine Wolke umzog die Stirn des alten Man⸗ nes. Dieſe barſche Frage ſtand mit dem Gegen⸗