Teil eines Werkes 
7.-11. Bdchn (1846)
Entstehung
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Endlich ſahen ſich die Maillepré allein im herzog⸗ lichen Ahnenſal, oder wenigſtens nur noch von Freun⸗ den umgeben.

Gaſton erblickte Romeo, der ſich träumend an die Flügelthüre lehnte. Er eilte auf ihn zu.

Kommen Sie, mein Bruder, ſagte er.

Er zog ihn mit ſich und legte ihm Sancta's Händ⸗ chen in die Hand.* 4

Bravo, Palot! ſagte Nazaire.

Biot ſchaute dem Allem, mit einem herzlichen Dank⸗ gebet gen Himmel, zu. 4

Bei all dieſem Glück fühlte er ſich der Glücklichſte.

Sein Herz überfloß vor Freude, die jungen Stir⸗ nen ſeiner Kinder, die er ſeine Gebieter nannte, endlich in Wonne ſtralen zu ſehen. 4

Es war ein ſtiller Jubel.

Jedes bedurfte der Sammlung und die Freude tauſchte ſich in ſtummen Blicken aus. 3

In Mitte dieſer Stille hörte man ein undeutliches, Anfangs faſt unmerkliches Geräuſch. 4

Es war wie ein dumpfer, gurgelnder Geſang, der ſich an irgend einem Orte des Zimmers, man wußte nicht wo, vernehmen ließ.

Aller Augen wandten ſich um. Man erblickte Nichts.

Der Geſang ertönte deutlicher und ließ ſeine lang⸗ ſame und einförmige Melodie erſchallen.

Je deutlicher er wurde, je mehr konnte man erken⸗

nen, aus welcher Richtung er kam, und Aller Blicke lenkten ſich nun nach demjenigen Theil des Zimmers, wo die Frau Herzogin von Malllepré ſaß. S iee hielt ſich immer unbeweglich und aufrecht in ihrem Lehnſtuhl und um ihren Hals bemerkte man noch jenes rothe Halsband geſchlungen, worüber Charlotte und Sankta ſich ſchon verwundert hatten. 3

Die beiden jungen Mädchen ſtanden zugleich auf, um zu ihrer Großmutter hinzugehen.