Teil eines Werkes 
7.-11. Bdchn (1846)
Entstehung
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Beim erſten Schritt, den ſie thaten hörte der Ge⸗

ſang ſchnell auf.

Sancta, welche zuerſt zu ihr hintrat, erkundigte ſich nach dem Beſinden der Frau Herzogin.

Die Frau Herzogin antwortete nicht.

Charlotte wollte nachſehen, was für ein rothes Halsband ihre Großmutter ſich umgeſchlungen hätte.

Sie betaſtete es mit der Hand und wich mit einem Schrei des Entſetzens taumelnd zurück.

Alles lief herbei; man brachte die Lampen.

Als das Licht auf das vermeintliche Halsband fiel, erblickte man zwei rothe, runzlige Hände, welche ſich um den Hals der alten Dame krallten...

Oguah! rief Weſtern entſetzt.

Bei dem Namen Oguah ließ ſich ein gurgelndes Gelächter hinter den Vorhängen vernehmen und die bei⸗ den rothen Hände zogen ſich ſachte zurück.

Die alte Dame, welche jetzt nicht mehr gehalten wurde, ſiel als lebloſe Maſſe zuſammen. Sie war ſchon lange todt.

Weſtern zog ſchleunig die Vorhänge auf.

Hinter denſelben ſtand Oguah und richtete ſeine hohe Geſtalt ihrer ganzen Länge nach auf.

Auf ſeinem blutbeſchmierten Geſicht lag ein fürch⸗ terlicher Ausdruck von befriedigter Nache.

Das kleine, mit einer Strohſchnur befeſtigte Me⸗

daillon hiug noch um ſeinen Hals. Es war das Bild⸗ niß des Ritters von Ryonne. Während Jedermann ihn betroffen auſchaute, wies er mit pralender Geberde auf den Körper der Herzogin und ſagte: Ein Irokeſe rächt ſich!... Oguah iſt ein großer Häuptling!...

Dann ſtreckte er ſich auf den Teppich aus und be⸗

gann ſeiner Geſang von Neuem. Ende.