die angeführten Beweiſe nicht kennen.... Reden Sie, mein Herr... beſtimmen Sie ſelbſt den Theil meiner Güter, den ich abtreten ſoll; ich bin bereit, auch dieſes Opfer noch zu bringen!“
Die Stimme des Herzogs klang gerührt, ſein ge⸗ ſchminktes Geſicht maskirte ſich mit heuchleriſcher Milde.
Sein Geſchäftsmann ſchaute ihn verwundert an.
Durandin blies die Backen auf. Die Ueberraſchung lähmte ſeine Daumen, die zu trällern aufhörten.
Herr Williams zauderte. Es entſtand tiefe Stille.
Während dieſer Stille erſchien das rothe Geſicht des großen Häuptlings zwiſchen den beiden halbgeöffneten Vorhängen.
Er hielt das Medaillon, welches an einer um ſei⸗ nen Hals geſchlungenen Strohſchnur hing, in der Hand.
Von dieſem Medaillon ab, glitt ſein Blick auf die Fabendarbe der alten Dame, welche unbeweglich unter ihm ſaß. 1
Auf Oguah's Zügen zeigte ſich eine große Auf⸗ regung und die Runzeln ſeines Geſichtes ſchoben und miſchten ſich in beſtändiger Bewegung. Seine Aug⸗ brauen zogen ſich wild zuſammen; auf ſeinem Munde lag ein grauſames, grimmiges Lächeln. Der Wahnſinn, der aus ſeinen blutunterlaufenen Augen leuchtete, ſchleu⸗ derte erbitterte Drohungen.
Durandin ſtand auf und trat zu Herrn Williams hin.
„In dieſem ganzen Papierkram,“ ſagte er ihm in's Ohr,„iſt nicht Etwas, das Einem auch nur einen Thaler aus dem Sack locken könnte. Verlangen Sie Millionen e und wenn man Ihnen fünfzigtauſend Franken an⸗ bietet, ſo folgen Sie meinem Rathe, nehmen Sie's an.
Herr Williams kehrte ſich gegen Gaſton um und ſchaute ihn fragenden Blickes an.
Gaſton behielt den ganzen edeln Stolz ſeines Antlitzes.
„Mein Neffe, ſagte Herr Williams,„ich kann es nicht über mich nehmen, dieſes Anerbieten auszuſchlagen .... Da haben Sie zu reden.“


