herumirren und hörte Herrn Williams zwei Diener den Namen Oguah rufen. 3
So oft der große Häuptling dieſen Namen hörte, zeigte ſich jenes ſtille Lächeln bei ihm, von welchem wir ſchon oft geſprochen haben.
Indem ſein Blick im Zimmer umherſchweifte, fiel derſelbe auf den verzierten Rahmen, welcher das Bildniß des Herzogs Johann und der Herzogin Bertha einfaßte, ſein Bild und das Bild ſeiner Frau.
Ein Stral von Vernunft ſchoß aus ſeinem Auge, man hätte eine unbeſtimmte Erinnerung darin leſen können....
Es war jedoch nur das Spiel eines Augenblicks. In⸗ dem ſein Blick ſeinen Weg im Kreiſe herum fortſetzte, fiel er auf das matte und unbewegliche Antlitz der alten Dame.
Sein Augenlid zuckte, und wieder lag ein düſterer Schleier über ſeinem Blicke... 4
Er legte von Neuem ſeine beiden Hände auf den Teppich und kroch längs der Wand bis zu den Füßen der Herzogin hin, die ihn noch immer nicht bemerkte.
Da hielt er nochmals ſtill. Sein Augapfel, den eine kindiſche Neugier belebte, ſtieg von den unterſten Falten des Kleides der Herzogin bis zu ihrem ſtraffen, ſteifen Bruſtleib empor, und immer und immer höher ſich hebend, kam er endlich an die welken Linien des Geſichtes der alten Dame.
Seine Hand legte ſich auf's Herz, während die Nun⸗ zeln ſeiner Stirne tiefer wurden und ſeine erloſchenen Augen eine flüchtige Regung von Angſt ausdrückten.
Er betrachtete ſie einige Sekunden lang.
Dann ſchien er dieſe verwelkten Züge mit den jugendlich ſtralenden Zügen, die auf der Leinwand über der alten Dame lebten, zu vergleichen.
Es war die verführeriſche Jugend in ihrer Blüthe und die häßliche Ruine des Alters...
Es war die glänzende Schönheit neben einem trau⸗ rigen, vom Reſt der Zeit entſtellten Ueberbleibſel!...
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