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Dieſer hatte die Brauen gerunzelt. Eine, an ſei⸗ nen Geſchäftsmann gerichtete Frage hatte ihn trotz deſ⸗ ſen Bemühungen nicht beruhigt, und ungeachtet aller Anſtrengungen malte ſich auf ſeinem Geſicht eine heftige Verlegenheit und wachſende Angſt. Sein Blick hlieb ſtier auf die Thüre geheftet, durch welche Biot hinaus⸗ gegangen waͤr.
Die Frau Herzogin ſchien dieſer Scene völlig fremd zu bleiben. Ihre todten Augen ſtarrten in's Leere, ihre weißen Lippen bewegten ſich, ohne einen Ton verlauten zu laſſen..
In dieſem Augenblick der Erwartung gab ſich we⸗ der eine Bewegung, noch das leiſeſte Geräuſch kund. Die ernſte Verſammlung der Familienbilder, welche ſich um die lebendige Gruppe reihten, konnte nicht ſtummer und unbeweglicher ſein.
Im Gegentheil, das Leben ſchien auf ſie überge⸗ gangen; das Schwanken des Lichts brachte in die todte Leinwand geheimnißvolle Bewegungen.
Es war, als nähmen dieſe ſtrengen Geſichter Ge⸗ danken an und als wollten die vereinigten Stimmen dieſer hochadeligen Herren ſich zu Gunſten des letzten Sprößlings ihres Stammes drohend erheben.
Biot blieb ziemlich lange weg.
„Fräulein von Maillepré,“ ſagte die alte Dame,
deren Stimme ſchrill und gebrochen durch die lautloſe
Stille hallte,„dieſe Sonnenſtralen thun meinen Augen weh.. wollen Sie mich gefälligſt an den Schatten führen.“ Die Herzogin hatte ſich die Hand vor die Augen
gehalten, auf welche blendend der weiße, helle Schein
der Lampen fiel. Sancta und Gaſton ſtanden auf. Sachte rollten ſie den Lehnſtuhl ihrer Großmutter an den von den Lampen entfernteſten Punkt des Zimmers. In dieſer neuen Stellung befand ſich der Lehnſtuhl der Frau Herzogin in einer großen, von den gezogenen Vorhängen verdeckten Fenſtervertiefung. Pariſer Liebſch. III.


