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und ſagte mit einer gereizten Stimme, die zu ſpotten ſuchte:
„Das iſt ja eine ganze Komödie!“
Herr Williams hatte ſeinen Platz wieder eingenom⸗ men. Völliges Schweigen herrſchte im Sale.
Gaſton, der neben der alten Dame ſaß, hatte auf ſehhen ſchönen Zügen gleichſam einen Schmuck von ſtolzer
ürde.
Seine Stirn behielt ihre frühgereifte Melancholie, allein es ſchien wieder Leben in ihn zurückgekehrt zu ſein, um ſeine gebeugte Jugend aufzurichten und von ſeiner Wange die drohende Bläſſe zu verſcheuchen, die erſt kürzlich noch auf ihr gelagert war.
Charlotte war ſehr traurig. Kein lebhafter Froh⸗ ſinn, keine Leichtfertigkeiten, kein Lächeln mehr. Sie blieb für das, was Sie umgab, beinahe gleichgültig. Sie konnte immerhin mit Liebe an Sancta und Gaſton hängen, dennoch fühlte ſie, daß ihr Loos nicht das Je⸗ ner ſei, und daß das ſich entwickelnde Drama für Alle eine Löſung, für ſie jedoch keine haben werde.
Auf Sancta's Stirn lag eine ſchüchterne Röthe. Sie hatte die ſchönen Augen niedergeſchlagen und ihr Blick hob ſich nur bisweilen, um gegen der Thuͤr hin⸗ zugleiten.
Dort hatte ſte Romeo zurückgelaſſen.
Die Thüre war jedoch zugemacht und in ſeiner ſchwarzen Kleidung lehnte Jean⸗Marie Biot mit ſeiner Herkulesgeſtalt an den geſchloſſenen Flügeln derſelben.
Durandin hatte Jedes der Neuangekommenen mit neugieriger Aufmerkſamkeit gemuſtert.
Als er Charlotten zu Geſicht bekam, hatte er ge⸗ lächelt, denn es war ihm der Gedanke aufgeſtiegen, Du Chesnel könnte wohl genöthigt ſein, ſeiner Frau wieder den Hof zu machen.
Allein in dem Lächeln des Sachwalters lag nicht die gewöhnliche Ruhe. Er konnte nicht begreifen, was um ihn vorging.


