Teil eines Werkes 
7.-11. Bdchn (1846)
Entstehung
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342. liams einen zweiten vom Sachwalter Durandin unter⸗ zeichneten Brief erhalten, welcher ihm anzeigte, daß der Herzog von Compans und der Herr Marquis von Mail⸗ lepré ſich dieſen Abend um ſechs Uhr bei ihm in ſeinem Hotel einfinden würden.

Herr Williams wußte jetzt, wo Raouls Kinder waren. 3

Er trug für die arme Bertha Trauer. Er hatte Gaſtom, das lebendige Bild ſeines Ahnherrn, er hatte Sancta umarmt, welche ihm Luiſe zu ſein ſchien, die am Abhange der Zeit wieder bis zum jungfräulichen Alter emporgeklommen war.

Er hatte auch Charlotten wieder gefunden, Char⸗ lotten, die kaum noch ein Lächeln hatte und mit ihrem Gram unter das Dach ihres Bruders geflüchtet war.

Er hatte Jean⸗Marie Biot, dem wackern Bauern, dieſer Vorſehung der Familie, welche Gott ihr als einen Gränzſtein im Leiden, als ein Licht des Troſtes in der Verzweiflung gegeben, die Hand gedrückt.

Bertha allein fehlte.

Seit zehn Tagen war jetzt Herr Williams der Vater aller dieſer wiedergefundenen Kinder.

Sein Herz ſchlug ganz nur für ſie. Unter der kalten Hülle ſeines amerikaniſchen Phlegmas lag ein Schatz von hingebender und beinahe mütterlicher Zärt⸗ lichkeit.

Seit dem vorhergehenden Abend bereitete er ſich zu dem angekündigten Kampfe vor. Die Maillepré'ſchen Kinder waren benachrichtigt, und man hatte die wenigen Freunde, welche ſich für das Loos der Familie intereſ⸗ firten, zuſammenberufen.

Mit dem Schlag Sechs öffnete Biot, der ebenfalls Leid trug, dem Sachwalter Durandin. Einige Minuten nachher kam auch der Herzog, von einem Geſchäftsmanne begleitet.

Alle Drei wurden in den herzoglichen Ahnenſal ein⸗ geführt, wo Herr Williams ſich allein befand.