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Memorial übergeben hatte, ging er nach Hauſe, denke ich.... Ich, ich fing an, das Memorial zu leſen. Ach! Sapperment! ſehen Sie, das iſt außerordentlich, wun⸗ derbar! Da ſtehen Dinge darin! Sie wiſſen wohl noch von dem alten Wilden des Kellers? Doch wenn ich Ihnen das Alles erzählen wollte, ſo würde ich bis mor⸗ gen Mittag nicht fertig.... Alles was ich Ihnen ſagen kann, iſt das, daß der Herzog von Compans ein unehe⸗
liches Kind iſt, das an das Erbgut der Malllepré nicht
mehr Rechte, als der Großtürk, hat. Doch das iſt nicht das Merkwürdigſte. Was mich am höchſten intereſſirte, iſt die ausführliche Schilderung Ihres Abenteuers mit dieſem James Weſtern in eben dem Zimmer, in welchem wir ſo eben die kleine Mahlzeit hielten.“
„So iſt er's denn wirklich!“ ſtammelte der Marquis, deſſen kalte, zitternde Hand Durandins Hand ſuchte.
„Ich hab' es Ihnen ſchon genug wiederholt!“ fuhr der Sachwalter fort.„Er erzählt den übeln Streich, den ihm eine gewiſſe Carmen geſpielt hat, indem ſie ihm mir Nichts dir Nichts einen Dolchſtich in die Kehle gab.
Das trug Ihnen Was ein, Herr Marquis! und wenn
ich denke, daß wir Andern gerade während dieſer Zeit im untern Stock mit unſern Dirnen tanzten!“ 4
Durandin lachte herzlich.
Erſchöpft horchte der Marquis dieſer Erzählung. Seine Kräfte ſchwankten. 4
„Doch zum Teufel mit dieſen Erinnerungen!“ rief der Sachwalter,„jetzt bin ich ein geſetzter Mann, ich ſchlemme nicht mehr, ich tanze nicht mehr.... aber ich langweile mich. Ach! Donnerwetter! werden Sie mir nicht ungeduldig. Was Ihnen erſt recht merkwürdig ſcheinen muß, iſt das Folgende, denn Sie kennen die Geſchichte nur bis zur Erdolchung. Wohlan denn, ein⸗ mal im Loch, wäre Weſtern bis zum jüngſten Tage darin geblieben ohne dieſen Teufelswilden, der durch eines der Klappfenſter des Zimmers, in welchem wir ſo eben die kleine Mahlzeit hielten, Alles mit angeſehen


