Teil eines Werkes 
7.-11. Bdchn (1846)
Entstehung
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Abendkühle zu genießen und wegen allerlei andern Dingen..— 3

Wenn ihre Gegenwart Romeo in Verlegenheit ſetzte, ſo war ihnen Romeo's Gegenwart höchſt uner⸗ wünſcht.

Herr Burot hielt ſich ziemlich gut; der Pouleſpie⸗ ler hatte die Miene eines Unerſchrockenen(er hieß Roby), aber Deniſart zitterte an allen Gliedern. Um ſich das Zittern zu benehmen, brachte er von Zeit zu Zeit ein Fläſchchen von anſehnlichem Umfange, worin ſich Brannt⸗ wein befand, an ſeine Lippen.

Deniſart fing an ziemlich betrunken zu werden, al⸗ lein von ſeinem Zittern konnte er ſich nicht befreien.

Der Himmel war bedeckt. Nichts deſtoweniger brach der Mond von Zeit zu Zeit durch das Gewölke, um faſt gleich nachher wieder zu verſchwinden.

„Wen zum Teufel haben wir da?, fragte Burot?

„Ich weiß nicht,“ entgegnete Deniſart.“

„Man zönnte ihn bitten, ſich zu entfernen,“ machte Roby bemerklich.

„Durchaus nicht!“ beeilte ſich Burot zu erwiedern; „Klugheit iſt die Grundregel unſerer Kunſt....“

„Alsdann,“ antwortete Roby,„wollen wir den Mond abwarten.“⸗.

Deniſart ſagte Nichts, ſondern trank einen Schluck. „In dieſem Augenblick trat der Mond wieder aus einer Wane here und warf einen hellen Schein auf die Straße, die lebhaft davon erleuchtet wurde.

urot ſah eine Sekunde lang Romeo's Profil.

„Verflucht!“ brummte er ärgerlich:„das iſt der Mörder meiner Pfeife und meiner zwei Zähne! dieſen Abend iſt Nichts zu machen!“

„Gehen wir zu Bett,“ unterſtützte ihn Deniſart.

Burrot neigte ſich dieſer Meinung zu.

Romeo blieb immer mitten auf der Straße.

Burot ſetzte den Fuß auf den Kutſchentritt. Ro⸗ meo war für ihn ein wahres Schreckbild.