Teil eines Werkes 
7.-11. Bdchn (1846)
Entstehung
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Nach und nach trockneten die Thränen, wie auch der Schweiß, der ihm von der Stirne quoll.

Er war ſehr blaß. Seine ſtark gerunzelten Augen⸗ brauen berührten ſich und warfen über ſein ganzes Geſicht tieſe Schatten. Ueber ſeinen Augenbrauen lagen große wellenförmige und tiefe Falten.

Sein Kopf zitterte und ſchüttelte die langen Haare, die ihm auf die mächtigen Schultern niederfielen. Sein Mund mit den beweglichen und winkeligen Linien murmelte während dem Buchſtabiren unzuſammenhängende Worte.

Sein ganzes Weſen hatte einen Ausdruck düſtern Zornes und drohte fürchterlich.

würde..

Aber mit dieſem Unglück ſollte er nicht bekannt werden. Es war Bertha's Geheimniß, und Biot wußte ein Geheimniß zu bewahren..

Romeo wartete einen Augenblick, bis Biot ſich im Leſen unterbrach.

„Grüß Euch, mein wackerer Herr Jean⸗Marie,“ ſagte er endlich, als er ſah, daß der Bauer ſich mehr und mehr in ſein Heft vertiefte;„wie geht es Fraulein Sancta?⸗

„Das weiß ich nicht,“ antwortete Biot; nlaſſen Sie mich....“.

Romeo trat zu ihm hin und berührte ſeinen Arm.

Biot richtete ſich hoch auf und nahm inſtinktmäßig eine drohende Haltung an.

„Mein guter Herr Jean⸗Marie,“ ſagte Romeo, „Sie erkennen mich alſo nicht?“