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der war, gute Nachrichten von Gaſton zu bringen. Nun aber war ihm Gaſtons jetzige Lage ſo unbekannt, als Tags zuvor.*
Was war aus ihm geworden? Warum dieſes ſonderbare Verſchwinden? Wo hatte man ihn hin⸗ geführt?...
Romeo war um ſo weniger fähig, Troſt zu bringen, als ſeine Unruhe ſich jeden Augenblick mehrte. Je mehr er ſich Rechenſchaft über den merkwürdigen Ausgang dieſes Duells ablegte, in welchem Gaſtons Leben zwanzig Mal der Willkür ſeines Gegners preis⸗ gegeben war, deſto mehr fühlte er Zweifel in ſeinem Geiſte aufſteigen und ſeine Vernunft verdunkeln.
Je näher er nun dem Hotel Maillepré kam, deſto langſamer wurde unwillkürlich ſein Anfangs ſo haſtiger Schritt, Es drängte ihn immer noch dorthin, aber er fürchteke ſich und war untröſtlich bei dem Gedanken, daß ſeine Gegenwart weder Hoffnung noch Hülfsmittel mit ſich bringen würde.
Als er in die Portiersloge trat, ſchaute Jean⸗ Manſe Biot ihn an, als ob er ihn nicht mehr erkannt hätte. 1 Jean⸗Marie ſtand und las beim Scheine einer in Mitte der Loge aufgehängten Lampe.
Er las in einem kleinen Heft von feinem Papiere, das enganeinanderliegende Zeilen einer Frauenhandſchrift überdeckten.
In der einen Hand hielt er das Heft. Seine an⸗ dere Hand, die konvulſiviſch geballt war, zeigte ein ver⸗ ſchlungenes Gewebe von Muskeln und Adern, welche die nervige Zuſammenziehung ſeiner Finger hervor⸗ drängte.
Er buchſtabirte mit um ſo mehr Mühe dieſe feine und wenig ausgebildete Schrift, als jeden Augenblick Thränen am Rande der Augenwimpern ihn nur durch einen Schleier blicken ließen.


