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Sieben Jahre Genuß, Luxus und Vergnügungen hatten ihn nicht geändert. Er war bereit, wie ehemals, ſich mit ſeinem Feinde zu vernichten. 4
Die Frau Herzogin von Compans⸗Malllepré ſchmollte eben mit Du Chesnel und machte ihm bit⸗ tere Vorwürfe, der Gatte ſeiner Frau zu ſein.
Es war die tauſendſte Auflage dieſer Eiferſuchts⸗ ſcene, welche das elende und verworfene Geſchöpf, das ſich einer Frau verkauft hat, täglich zu erdulden ge⸗ nöthigt iſt. 6
Burot war eben bei dem Herzog eingetreten.
„Sind Sie aufgelegt, dieſen Morgen uͤber Geſchäfte zu ſprechen?“ fragte er augenzwickend.
„Geſchäfte, ja,“ antwortete der Herzog,„aber nicht über die Ihrigen, Herr Burot. Kommen Sie dieſen Abend wieder, ich bin ſehr in Anſpruch genommen.“
Der Kauz trat etwas näher, warf einen Blick auf den offenen Code und ließ verächtlich ſeine Finger knacken.
„Sagen, daß es Leute gibt,“ murmelte er,„die dieſe Scharteke da den ganzen Tag durchblättern und die vielleicht noch nie die Regeln des Billards ge⸗ leſen haben!“
Er zuckte die Achſeln, ſetzte ſich in einen Lehnſtuhl zum Feuer und ſchürte es friedlich.
Nach ungefähr drei Minuten hob er wieder au:
„Sind Sie noch in Anſpruch genommen?“
Der Herzog, welcher ſeine Anweſenheit vergeſſen, wandte ſich ungeduldig um.
„Was thun Sie da?“ ſagte er ſtrenge.
„Ich langweile mich,“ antwortete Burot.
„Ich glaubte, Ihnen geſagt zu haben, Sie möchten dieſen Abend wieder kommen!“
„Puſt!“ machte Burot,„dieſen Abend gibt's eine poule d'honneur, einen ſilberbeſchlagenen Meerſchaum⸗ kopf.... unmöglich, dabei zu fehlen! Und nach der


