Teil eines Werkes 
7.-11. Bdchn (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

24

Poule ein Geſchäftchen... Hören Sie, Herr Herzog, wir

wollen vernünftig ſein. Ich, ich habe auch meine Ge⸗ ſchäftchen... Iſt's gelegen?

Nein, erwiederte der Herzog,wenn Sie dieſen Abend nicht können, ſo kommen Sie morgen wieder.

Aha! ſteht es ſo! ſagte Burot mit unverſchämt übelgelaunter Wiene;Sie denken alſo ſo wenig daran, als an den Großtürken, und ich ſoll um Nichts zwei Zäaͤhne, meine Pfeife und meine Mühe verloren haben... Das iſt ſauber!

Von wem ſprichſt Du? fragte der Herzog, ſeinen Code halbzumachend.

Ei, alle Wetter! von der Kleinen.... Sie wiſſen wohl. Korallenlippen, Perlenzähne, blonde Haare, braune Augen.... ein Bruder der kein Liebhaber iſt.

Sol.... machte der Herzog.

Ja doch.... die Kleine von der Oper; wie nun?

Der Herzog ſchloß ſeinen Code ganz, wandte ſich um und rückte ſeinen Lehnſtuhl zum Feuer⸗

Herr Burot lächelte boshaft, als er durch die ſo plötzliche Lebhaftigkeit die gleichgültige Laune ſeines Herrn verdrängt ſah.

Den haben wir! brummte er zwiſchen den Zähnen.

Ich ſehe wohl, daß ich Dich anhören muß, ſagte der Herzog,wenn ich mich Deiner entledigen will.... Du weißt, wo ſie wohnt?

Wo ſie wohnt, wo ſie arbeitet, ich weiß Alles und das Uebrige.... Ach! aber Herr Herzog, ich mache Ihnen mein Compliment, Sie werden ſich da ein hüb⸗ ſches Geſchenk machen. Nichts fehlt an ihr. Ich ſah Sie über das Pflaſter der Straße Saint⸗Louis eilen. Die Geſtalt einer Tänzerin, auf Ehrel... Und ein Fuß... aber ein Fuß!

Herr Burot legte ſich die Hand auf den Mund und ahmt den Schall eines Kuſſes nach, um ſeiner Schil⸗ derung den gehörigen Nachdruck zu geben. Der Herzog laͤchelte, als er das hörte.