Teil eines Werkes 
7.-11. Bdchn (1846)
Entstehung
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16 der Thüre. Er war blaß und ſeine Wangen überlief

eine bläuliche Farbe. Sein Geſicht war von verhalte⸗ nem Grimm und Haß, die loszubrechen drohten,

ſchrecklich entſtellt.

Indem der Marquis, der Thür zugehend, neben ihm vorbei kam, reichte er ihm mit äußerſtem Hohnſprechen ſeine Hand. 3

Der Herzog ekgriff dieſe Hand. Dumpf röchelte es in ſeiner Kehle. Er zog den Marquis gegen ſeine Bruſt und preßte ihn mit wildem Brüllen an ſich. Erſt jetzt hatte er ihn verſtanden. Dieſen Brief ſchreiben, hieß ſich ſeiner Willkür preisgeben und ſich jedes Mittel, die Schlacht je wieder anzufangen, ſich benehmen. 3

Wer dieſen Auftritt mit angeſehen hätte, müßte den ſchönen Jüngling, deſſen anmuthiger Körper unter den ſtarken Armen Compans geknickt zuſammenbrach, für verloren erachtet haben. Compans wollte ihn tödten, das ſah man aus ſeinem verſtörten wahnſinnigen Blick. Er ſchüttelte ihn wüthend, er verſuchte ihn auf dieſe Art zu zerſchmettern.

Aber dieſer ſo harmoniſche und ſo anmuthsvolle Körper hatte, wie wir wiſſen, bei Gelegenheit die Elaſti⸗ zität einer Stahlfeder. Unter dieſer ſeidenen Haut la⸗ gen männliche Muskeln, unter dieſem nachläßigen Zau⸗ ber lauerte die Kraft des Athleten.

Die beiden Arme des Marquis umſchlangen nur die Lenden des Herzogs, der wankte und den Athem ver⸗ lor. Er ließ einen Augenblick ab, der Marquis war frei..

Aber Compans hielt ſich immer zwiſchen der Thür

und ihm. Verzweiflung loderte in ſeinem Auge. Man

mußte auf Tod und Leben kämpfen.

Die Hand des Marquis ſchlüpfte zwiſchen die Ver⸗ zierungen ſeiner Polonaiſe. Das goldene Heft des Dolches, der Weſtern getödtet, trat zur Hälfte aus der Bruſt⸗ taſche. Aber alſobald fiel er wieder zurück. Die ge⸗