„Nichts macht ſo empfindlich für Kälte, wie eine Nachtwache, mein Herr Vetter,“ ſagte ſie; ventſchuldigen Sie, wenn ich es mir bequem mache....“
4„Weg mit den Späſſen!“ rief der Herzog, der angſtvoll wartete,„was haben Sie ausgerichtet?“?
„Ich ſpaſſe nicht,“ ſagte Carmen,„und habe gar Vieles ausgerichtet...,“.
Eine Wolke zog über ihre ſchöne Stirne, die ſie wen entblößte, indem ſie ſich die Locken daraus weg⸗ wiſchte.
„Sie haben die Brieftaſche!....“ ſtammelte Herr von Compans, dem ein freudiges Gefühl die Bruſt hob.
„Ich habe die Brieſtaſche.“
Der Herzog ergriff Carmens Hand in einem Anfall des Entzückens und drückte ſie warm in der ſeinigen.
„Wer Sie auch ſeien!“ rief er,„Sie ſollen über Ihre Wünſche belohnt werden.... Verlangen Sie, was Sie wollen, ich gebe es Ihnen!“
Carmen lächelte.
„Ich verlange Nichts von Ihnen,“ ſagte ſie;„aber wünſchen Sie nicht zu erfahren, wie dieſe Brieftaſche in meine Hände gefallen iſt?⸗
„Wie 2....“ fragte der Herzog, deſſen Stimme etwas zitterte.
„James Weſtern hielt große Stücke auf dieſe Brief⸗ taſche, Herr Herzog.“
„Das glaube ich wohl!....“ 2
Er ſchätzte ſie höher, als ſein Leben.“
„Höher, als ſein Leben!... Und ungeachtet deſſen konnten Sie?2....“ 5
Der Herzog forſchte Carmen, welche den Blick ge⸗
ſenkt, mit fragenden Mienen aus. Sie hob langſam


