8. Karnevalserinnerungen.
Nach dieſem Abend des Faſtnachtdienſtags vom Jahr 1826 hatte der Herzog von Compans, wie wir ſchon be⸗ richtet, eine ſehr unruhige Nacht zugebracht.
Als man den Marquis Gaſton von Matillepré meldete, war er eben aufgeſtanden. Dieſer Name traf ihn wie ein Donnerſchlag. Mechaniſch und ohne es zu wiſſen befahl er, ihn einzuführen.
Der angebliche Marquis trug eine eng anliegende Polenaiſe mit Schnurverzierungen, welche ſeine runde, feine Geſtalt abzeichnete. Er hatte weite, unter den Füßen befeſtigte Hoſen. Sein Kopfputz beſtand in einer militärartigen Mütze, aus welcher bewunderungswürdige braune Locken reichlich hervorquollen.
Der Herzog erkannte den jungen Mann, welcher ſich Abends zuvor im Palais⸗Royal zu ihm geſellt, und erkannte die Frau, welche James Weſtern in den Keller des Wilden Manns hinabgelockt hatte.
„Sie laſſen ſich Marquis von Maillepré nennen!“ murmelte er, ſich zum Lachen zwingend.
Dann fügte er, ohne die Antwort abzuwarten, mit lebhafter Neugierde hinzu:
„Und unſer Mann 2....“
Carmen warf ſich in einen Lehnſtuhl, den ſte zum Kamine rollte. Sie legte ihre beiden Füße auf den Feuerbock.


