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ziemlich gleich. Schön zu ſein genügt und die, welche durch ein reizendes Lächeln die uͤber ihre Geburt gezo⸗ genen Schlüſſe beantworten kann, hat Nichts zu fürchten.
Das Uebel iſt, nicht mehr ſchön zu ſein. Pfui! was ſoll man denn vom Alter ſprechen! Die erſte Run⸗ zel, die muß man bedauern oder verſpotten, komme ſie dann im zwanzigſten oder im vierzigſten Jahre.
Wir ſprechen da nicht eben von der Frau Herzögin, welche ihre erſte, ihre zweite und gewiß auch ihre dritte Runzel ſchon hatte. Es iſt nur ein Schnippchen, das wir im Vorbeigehen den raſenden Liebhabern der Schön⸗ heit des Teufels ſchlagen, jenen wackern Leuten, welche gern ſchallende Küſſe auf rothe Backen, drücken, und wenn auch dieſe Backen durch eine Stumpfnaſe von einander getrennt ſind und ein Wurſtmaul überwölben. 1
Und endlich waren es doch wirklich zwanzig Jahre, wo nicht mehr, ſeit Henriette Maſſon Frau Herzogin von Malllepré geworden.
Henriette Maſſon war die Tochter eines Kanzlei⸗ ſchreibers des Seinetribunals.
Der Name war kein glänzender. Die Stellung hatte Nichts, das einen jungen reichen Herrn, der einen bedeutenden Rang unter den Höflingen des Kaiſerreichs einnahm, hätte anlocken können.
Aber Henriette war bewunderungswürdig ſchön und man ſagte ſich, daß Vater Maſſon, ſo gering auch ſein Einfluß ſein konnte, bei einem gewiſſen Ürtheil des Sei⸗ netribunals, bei welchem Niemand Einſprüche gethan, das aber in einem gewiſſen Punkt die kürzlich veröffent⸗ lichten Geſetzesartikel des Code Napoleon verletzte, nicht unbetheiligt geblieben war.
Das Urtheil datirte ſich, es iſt wahr, von 1803, und der Herzog von Compans heiratete Henriette erſt 1810; allein man behauptete, daß mit dem guten Kanz⸗ liſten für ſeine gefältigen Dienſtleiſtungen ein gegenſeiti⸗ ger Vertrag abgeſchloſſen worden ſei.. Es iſt Thatſache, daß Henriette bei ihrer Vermäh⸗


