Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchn (1846)
Entstehung
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auf ſeine alten Kameraden behalten. Obwohl die ehe⸗ mals geſchloſſene Verbindung keine ernſtlichen Reſultate gehabt, hatten ſich die fünf Perſonen, welche wir am Abend des Faſtnachtdienſtags von 1826 im Wirthshauſe zum Wilden Mann verſammelt geſehen haben, nichts⸗ deſtoweniger bei verſchiedenen Umſtänden gegenſeitige Hülfe geleiſtet und überdieß beſtand zwiſchen ihnen ein Band, welches zu zerreißen nicht in ihrer Macht lag.

Dieſes Band war jene unbeſtimmte und gemein⸗ ſchaftliche Gefahr, welche die ſechste Perſon der Karne⸗ valsſcene geſchickt über ihren Häuptern ſchwebend hielt.

Drei unter ihnen, Joſepin, Durandin und Du Ches⸗ nel hatten die Gelegenheit gehabt, ſich Carmens Willen 5 unterwerfen, welche ihre Dienſte übrigens bezahlt

atte. Die zwei Andern, Deniſart und Roby, welche viel⸗ leicht allzuniedrig geſtellt waren, als daß Carmen ihren Beiſtand hätte verlangen können, blieben nichtsdeſto⸗ weniger ihrer Willkür überlaſſen und wünſchten nichts⸗ deſtoweniger den Augenblick herbei, wo Carmen ihrer bedürfen würde.

Sie befanden ſich Beide in jener Lage, von welcher wir ſchon geſprochen haben, wo man einen Umweg ſucht, um ſeine Seele dem Teufel zu verkaufen, der den Stol⸗ zen ſpielt...

Durandin verließ die Cavalcade, während eben Cha⸗ piteaur der Frau von Saint⸗Pharamond ein Kompli⸗ ment machte und folgte Du Chesnel.

Sie ſahen ſich ſelten. Man ſchüttet ſein Leid gern in den Buſen eines Freundes aus, der nicht Mißbrauch davon macht.

Die Ergüſſe waren gegenſeitig. Durandin ſprach von ſeiner zahnloſen, grauen Frau. Du Chesnel zählte

die ſechs guten Jahre ſeiner Würde an ſeinen Finger

ab. Der Sachwalter ſeufzte leiſe nach ſeinem Schloß. Der Diplomat beſang die Reize ſeiner ſo lang erſehn⸗ ten Miſſion.