Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchn (1846)
Entstehung
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mittelſt Finanzen Dienſte zu leiſten. In ſeinem Fache ſpielte er den Ernſt, weil er nichts Anderes zu thun hatte; ſein erſter Schreiber war ja da. Neben ſeinem Berufe äffte er gerne den Leichtſinn nach und bedeckte die Manöver ſeiner bürgerlichen Diplomatie mit dem Schleier einer unverwüſtlichen guten Laune.

Allgemeine Sätze aufzuſtellen, iſt Dummheit; aber mißtraut den guten dicken Jungen ohne Galle.

Durandin hatte die fire Idee, ein altes Schloß zu kaufen, es neu mit Mörtel bewerfen zu laſſen und die ausgeſchnitzten Fenſterbogen mit hübſchen grünen Som⸗ merläden zu bekleiden.

Dieß war ſein Ehrgeiz und füllte ſeine ganze Seele aus, während es ſeine Rechnungen für Prozeſſe über⸗ mäßig anſchwellte.

Seine Frau hatte ihm hundert fünfunddreißig tau⸗ ſend Franken Mitgift nebſt anderer Anwartſchaft zuge⸗ bracht. Sie war ſechs Jahre älter, als er, hatte drei falſche Zähne und eine große Menge grauer Haare.

Sie war eine jener Frauen, welche Gott hauptſäch⸗ lich dazu erſchaffen, daß ſie die Laſten der Sachwalter verſüßen.

Sie nannte ſich Virginie. Durandin hatte ihre Eroberung gemacht, indem er zu ihr ſagte:„Ich will Dein Paul ſein....“

Mit einem Worte, ſie blieb nach Lukretig's Bei⸗ ſpiel bei Hauſe und überwachte den Fleiſchtopf, indem ſie bei Herrn Viktor Ducange’'s Romanen heiße Thränen vergoß. Durandin hätte ſchlimmer hineintappen konnen, denn die Mehrzahl dieſer Frauen ohne Zähne und mit grauen Haaren, welche die ehrgeizigen Schreiber getroſt heiraten, lieben die Polka und machen Verſe....

Durandin träumte ſich ein ſehr großes Schloß ſtatt des weißen Hauſes, welches Seinesgleichen träumen, weil er ſich ſchon mit Virginie darin ſah, er im Thurme gegen Süd, ſie im Thurme gegen Nord.

Du Chesnel hatte immer einen gewiſſen Einfluß