„Sie kennen ihn?“ wiederholte Sancta hocherfreut, denn dieſe tröſtliche Verſicherung gab ihr neue Hoffnung.
„Ob ich Ihren Bruder kenne ¹“ rief Romeo.„Wie oft bin ich Ihnen und Ihrem Bruder nachgeſchlichen, wenn Sie Abends in's Hotel Maillepré zurückgingen. Dieſe herzliche Geſchwiſterliebe that mir ſo wohl!.. Und wie dankte ich ihm für ſeine Liebe zu Ihnen!....“
Sancta hörte dieſe Worte, ohne zu erröthen, ja es ſchirn faſt, als ſchwebe ein Lächeln über ihren ſchönen ippen.
ſagte ſie.
ihn retten, das gelob ich Ihnen auf Ehre, mein Fräulein.... Ich gehöre Ihnen ganz und mit Ihnen auch ihm, denn ich weiß, daß ſein Glück auch das Ihrige iſt!“
„Dank Ihnen, Dank!“ flüſterte Sancta.
Inzwiſchen hatte Romeo ihre Hand ergriffen und ſie zum Stuhle geführt.
„Ich weiß noch mehr,“ ſagte Romeo unſchlüſſig, „ich weiß, daß unter dem groben Kittel das Herz eines Edelmannes ſchlägt. Nichts für ungut, Fräulein, ich hab es erſt ſeit Kurzem und zufällig erfahren, auch iſt ſein wahrer Name mir unbekannt geblieben.... Aber welche Gefahr droht ihm?...
„Er will ſich duelliren!“
„So ſchlag ich mich fuͤr ihn!“ rief Nomeo.
Dieß Wort kam aus der Seele. Ein flüchtiger
Blick, aber voll glühenden Dankes, war ſein Lohn. Gleich darauf ſenkte ſie betrübt das Köpfchen. „Ach, er iſt ſo muthig und ſtolz!“ entgegnete ſie
ſeufzend.„Er wird es nicht zugeben!!“
„Mag er wollen oder nicht, Fräulein, ich rette ihn, ſag, ich... Wie glücklich bin ich, Ihnen dieß Ver⸗ ſprechen zu geben und mit welcher Freude würd' ich es erfüllen... Schon ſeit langer, langer Zeit, hängt mein
„So that ich doch gut, daß ich zu Ihnen kam...“ „D ja, Sie thaten wohl daran! Ich will, ich muß


