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Das legt Herr von Baulnes falſch aus, wirft Herrn von Varannes einen feindlichen Blick zu und geht dann eiligſt auf die nächſte Thüre los, um Luft zu ſchöpfen.....
Ungefähr eine Stunde nach dieſem Auftritte machte der Marquis die Runde durch die Säle, offenbar in der Abſicht, wen zu ſuchen. Zwei⸗ oder dreimal ſchien es, als wolle er die Entgegenkommenden anreden, aber er ging nach kurzem Zaudern weiter.
Endlich ſtieß er auf Joſepin und Du Chesnel.
„Freue mich, Sie zu treffen, meine Herren,“ redete er ſie an.
„Die Ehre iſt ganz auf unſerer Seite,“ ſtotterte Joſepin.
„Dank Ihnen, Doktor. Ich erbitte mir die Hülfe der beiden Herren auf morgen früh zehn Uhr.“
„Haben Sie einen Kranken?“ 4
„Noch nicht. Es handelt ſich um eine Ehrenſache, und ich wünſche die Herrn zu Zeugen.“
„Mit größtem Vergnügen,“ antwortete Du Chesnel.
„Wie ſo? Ehrenſache?...“ fragte Joſepin leiſe.
Aber der Marquis hörte die Frage nicht mehr. Er hatte ſich leicht grüßend ſchon entfernt.
„Ich rechne auf Sie, meine Herren,“ rief er ihnen nach.
„Fragt ſich alſo nur,“ ſagte Du Chesnel, nach⸗ denklich ſich die Stirn reibend,„welcher von Beiden es iſt, Herr von Baulnes oder Herr von Varannes!“
Sackerlot!“ brummte Joſepin,„'s iſt das erſte Mal, daß ich zu der Ehre der Zeugenſchaft komme, und ich habe irgendwo geleſen, auch Zeugen können in die Lage kommen, ſich pauken zu müſſen.“
„Haſenfuß,“ erwiederte Du Chesnel,„Du biſt um hundert Jahre zurück.“
„Um ſo beſſer!“ verſicherte Joſepin lächelnd.„Sonſt hätt' ich die Ehre abgelehnt, weil das Pauken ganz wider meine Grundſätze iſt.


