Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchn (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

32

V men Auftritt, der nur den Diplomaten und Doktor zu Zeugen hatte.. Frau von Varannes, eben noch blaß, wie eine Lilie, wurde roth und blickte zu Boden. Das ſah ihr Gemahl und gerieth in äußerſte Unruhe. Auch Diana ſah es und blickte die Schweſter aufmerkſam an. Dieſen Blick deutete Herrn von Baulnes als Eiferſucht auf die Schweſter; ihr Gemahl, wurde bald roth, bald blaß, runzelte die Stirn und ſah bald ſeine Frau, bald den jungen Marquis finſter an. Du Chesnel, dem Nichts von der ganzen Scene entgangen war, ſtieß Joſepin an. Sieh, was die Eiferſucht thut.... Göttlich! kicherte der Doktor.Die beiden eifer⸗ ſüchtigen Ehrenmänner ſtehen da, wie auf Dornen!.... Pereat die Eiferſucht!

Der Rout.

Vier oder fünf Jahre mochten vergangen ſein, daßs man zuerſt den Namen des Marquis Gaſton von Mail⸗ lepré genannt hatte. 8

Kurz hernach war er auf Reiſen gegangen. Nach⸗ dem er ſich bei der Eroberung von Algier ausgezeichnet, trat er als Freiwilliger in die Armee des Don Carlos und hieb die Chriſtinos zuſammen. 3

Er war überall, wo es Lorbeeren zu ſammeln gab, aber nirgends hielt er es lange aus, ſo daß er, wie in den Salons der vornehmen Welt die Sage ging, in einem und demſelben Monate in den Bergſchluchten Navarras mit dem Stutzer auf der Schulter marſchirend, dann in Baden oder Paris walzend und mit Kämpfen ande⸗ rer Art beſchäftigt, geſehen wurde. 3