Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchn (1846)
Entstehung
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Züge ſeines Freundes. Plötzlich war alles Mißtrauen verſchwunden. Du haſt Mct Palot, ſagte er.Ich bin Dein Freund. Komm! Beide gingen Arm in Arm auf die Thüre zu. He, wohin, Dragon? fragte Poiret. 8 So war's nicht gemeint, Dragon! rief Feignant. Herr Dragon, Herr Dragon, das iſt nicht Recht von Ihnen! quickte der feiſte Elſäßer, dem eine große Laſt vom Herzen gewälzt war. Ohne auf dieß Geſchrei zu achten, ſchob Nazaire Gaſton zur Thüre hinaus, kehrte dann allein zurück und rief in den Saal:

Ich nehme die Sache auf mich, meine Freunde...

ich will den Dieb ſchon finden.... Adieu! Es war gegen vier Uhr Morgens. Die alte Her⸗ ſecir iehhe von Maillepré träumte hinter den feſt ver⸗

ſchloſſenen Vorhängen ihres Bettes, während Bertha

beim ſchwachen Schimmer einer verlöſchenden Lampe an ihrer Arbeit ſtickte.

Im Nebenzimmer lehnte Sancta auf bloßen Füßen gegen die Thuͤre zur Kammer des Bruders und lauſchte.

Die ganze Nacht hatte Gaſton Licht gebrannt, auch war er ungewöhnlich ſpät nach Haus zuruͤckgekehrt und in ſeine Kammer gegangen, ohne ihr den Abendgruß auf die Stirn zu drücken.

Bis nach Mitternacht hatte ſie ihn unruhig im Hinmeer auf⸗ und abgehen hören. Dann glaubte ſie ein dumpfes Seufzen und Stöhnen, endlich ein haſtiges Gekritzel mit der Feder auf Papier zu vernehmen, bis es ſtille geworden. 2

Obgleich Sancta den Bruder im Bette wußte, hatte ſie doch keine Ruhe, ehe ſie nicht gewiß war, daß er

ſchlafe. Wenn er in Fiebernächten laut röchelte, ſtand

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