Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchn (1846)
Entstehung
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Nun, da wir Alle beiſammen ſind, mag Jeder ſeine Taſche umkehren! rief Feignant. 3 Inzwiſchen hat Palot ſeine Taſche leeren können, erwiederte der feiſte Worms. 3

Thut Nichts, mein Schmerbauch! rief Feignant. Laß uns den Spaß!... Ich will anfangen...

Cachard leerte ſeine Taſche, Andere folgten ſeinem Beiſpiel, während Nazaire wie vernichtet in den hin⸗ terſten Reihen ſtand.

Die Prüfung nahm ungeſtört ihren Fortgang.

Herr Potel, der Zahlmeiſter, hatte ſeine runde Brille feſt auf die kreideweiße Naſenſpitze gedrückt und

wandte keinen Blick von den Taſchen der Arbeiter ab. So oft eine Taſche ſich vergeblich umwandte, ſeufzte er tief auf und ließ eine herzzerreißende Klage erſchallen.

Jetzt waren Alle unterſucht bis auf Gaſton und den Elſäßer, welcher ſich neben jenem niedergelaſſen hatte und ſich mit der Puriſicirung ſeiner Taſche nicht ſonderlich zu beeilen ſchien.... Auch dünkte es Man⸗ chem, als habe er Mühe, ſein unſchuldiges, offenes Lächeln auf den roſigen Wangen feſtzuhalten.

Gaſton ſah, was um ihn vorging, ohne das Geringſte zu begreifen. Er hatte ſich mehreremale beſorgt nach Nazaire umgeſehen und ihn nicht gefunden.

In dem nämlichen Augenblick, wo die Reihe des Taſchenleerens an ihn kommen ſollte, gewahrte er Nazaire im Hintergrunde.

Er wankte langſam auf ihn zu.

Ein Wort, Dragon! ſagte er ihm.

Jetzt nicht; ſpäter! antwortete Nazaire.

Gaſton nahm ihn bei der Hand und flüſterte ihm ins Ohr:

Ich habe keinen Freund als Dich! Komm und rathe mir.

Nazaire, der bis dahin auf die Seite geblickt hatte, richtete forſchend das Auge auf die ſanften, leidensvollen