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dach hoher Bäume.. Ohne es zu wiſſen, war er bis mitten in die Champs⸗Elyſees gekommen.
Es mochte gegen Mittag ſein, die kalte, aber reine Herbſtluft lud die Bewohner der rieſigen Metropole ins Freie. Schon drängte ſich in der großen Allee Equipage auf Equipage, während zierliche Wägelchen, aus denen freundliche Kindergeſichter hervorſahen, von ſchneeweißen Ziegen mit rothem Leder gezogen, im Sande der Neben⸗ wege dahin rollten.
Von Zeit zu Zeit flog eine Amazone, von Kava⸗ lieren begleitet, im tanzenden Tritt ihrer ſtolzen Pferde vorüber, oder glitt ein ſchwanker Tilbury zwiſchen hoch⸗ räderrigen Fiakern durch. Hier ſchaukelte ſich der gewich⸗ tige, aber ſchön gebaute Kaſten eines Landauers, dort ſah man im ſorgfältig verſchloſſenen Coupé und durch dicke Pelzkleider gegen die kühle Witterung geſchützt, einen Kranken, der von der erſtorbenen Vegetation ſich reinere Luft verſprach; dort endlich rollte eine offene Kaleſche, ein bewegliches Parterre, wo ein friſches Bouquett ſchöner Damen ſich in den Stralen der Herbſt⸗ ſonne wärmte....
Gaſton warf einen flüchtigen Blick auf dieß neue Schauſpiel, deſſen Pracht ſo furchtbar gegen ſein Elend abſtach. Das Glück der Reichen ſchien wie eine Furie ihn zu verfolgen. Er wandte den Blick ab von dieſem fröhlichen Schimmer, dieſer lächelnden Herrlichkeit, von all den ſchönen, reich geputzten Damen, die ſich üppig in ihren Wagen hin und her ſchaukelten.
Eben als er bekümmert wegſehen wollte, galoppirte eine luſtige Gruppe von Reitern, eine Dame und vier junge Kavaliere, vorüber.
Die Dame war jung und wohlgewachſen. Ihre als Vollblutgentleman gelkleideten und in angliſi⸗ rendem Franzöſiſch ſchwatzenden Begleiter hockten auf den Gäulen, als wären die Sättel mit Raſiermeſſern beſpickt. Die Herren nannten ſich: Felix Chapitaur, J. B. S. T. Sanguin, Arſene Bon von Montfermeil


