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Hurtig, ihr Dämchen, Ans Stickerähmchen, Tra la la la, Heiſa ſa, ſa!“ „Mademoiſelle Zulema!“ rief Madame trocken. „Nicht mal trillern darf man!“ brummte Zulema und ſetzte ſich ärgerlich an ihren Rahmen nieder. Mignonne wurde ihr Platz neben Sancta angewieſen. In demſelben Augenblicke erkannte ſie in Sancta das Mädchen, das in Geſellſchaft des angeblichen Palot am letzten Abend die Oper beſucht hatte. 5„Die Mamſell habe ich geſtern Abend in der Oper geſehen,“ flüſterte ſie lächelnd den andern Mädchen zu. „Sancta, im Theater? Heilige Mutter!... Aber gewiß in beſſern Kleidern?....“ Zulema, Zelia, Modeſta und die Vierte, die ohne Zweifel Emmelie hieß, ſchlugen ein lautes Gelächter auf. „Sancta in der Oper!... Sancta in der Oper!“ „Erſte Galerie,“ fügte Mignonne hinzu, überglück⸗ lich, auf Koſten Anderer lachen zu dürfen.„Und mit 'nem kleinen Brünetten, hübſch wie ein Amor.“ Das Gelächter wurde immer lauter. „Mein Gott, Sancta in der Oper, erſte Galerie, mit'nem brünetten Amor!“
Das Wort that weh. Sancta erröthete im ganzen Geſichte; eine Thräne trat ihr ins Auge.
„Nichts für ungut, liebſte Mamſell,“ bat Mignonne und ergriff ihre Hand.„War nicht bös von mir ge⸗ meint... und mein Gott! iſt das Urſache zum Weinen? Jede von uns hat ihre Bekanntſchaft....“
„Verſchonen Fie mich mit ſolchen Reden, Mamſell,“ gebot Madame Sorel.„So Etwas darf in meinem Sal und unter meinen Ohren nicht geſagt werden.“
„Aus guten Gründen....“ wollte Mignonne hin⸗ zufügen. 8— Aber der Chor der Maͤdchen übertäubte ihre Stimme.
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