Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1846)
Entstehung
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Der letzte Abend, der ſo heiter und fröhlich begon⸗ nen, laſtete Beiden ſchwer auf dem Herzen. Gaſton war in tiefes Nachdenken verſunken; dann und wann furchten ſich ſeine Brauen vor Zorn. Sancta ſah ihn verſtohlen an, als wolle ſie die Urſache ſeiner Trauer ihm vom Geſichte ableſen. Das gute Mädchen zitterte heftig, denn ſie ahnte nichts Gutes; es war ihr, als drohe ihnen Beiden ein neuer Sturm.

Nachdem ſie die Straße des Francs⸗Bourgeois durchwandert, bogen ſie in die Straße Saint⸗Louis ein und blieben vor Nro. 26 ſtehen.

Auf Wiederſehen heut Abend! ſagte er zu Sancta und küßte ihre Stirn.

Heut Abend.... ſtotterte Sancta,wirſt Du mir ſagen, lieb Brüderchen, was Dir fehlt....

Du ſollſt es wiſſen, Schweſterchen, antwortete Gaſton gezwungen lächelnd und küßte ſie nochmals.

Beide trennten ſich. Das Haus, in welches Sancta eintrat, hatte zwei Flügel, zwiſchen denen ein ziemlich geräumiger Hofplatz lag. Ueber der Thüre des rechten Flügels war eine Art von Schild, worauf in goldenen Buchſtaben geſchrieben ſtand: Madame Sorel, Putz⸗ macherin im zweiten Stocke.

Die Thüre des linken Flügels hatte keine Inſchrift aufzuweiſen; dieß wäre auch überflüſſig geweſen, denn die längs der Mauer zerſtreuten Fragmente von Gips⸗ formen und zerbrochenen Statuen, ſowie die im Erdge⸗ ſchoß aufgeſtellten Gips⸗ und Marmorgruppen, nebſt Vaſen u. ſ. w., welche durch die geöffneten Fenſter ſich bemerklich machten, verriethen das Atelier eines Bildhauers.

So war es auch. In dieſem Flügel befand ſich die Werkſtätte, und im zweiten Stocke, gerade Madame Sorel gegenüber, die Wohnung Romeo's.

Zwiſchen den beiden Flügeln führte ein Hof, vder richtiger, eine Art von Straße auf den mit einem Eiſen⸗ gitter verſchloſſenen Garten. 3

Auch längs des rechten Flügels, und noch an an⸗