Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1846)
Entstehung
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Burot reckte den Hals aus und ſpitzte die Ohren, um zu horchen.

Aber in dem nämlichen Momente fuhr Romeo mit ſeinem Rohrſtock unter die Pfeife und ſchnellte ſie ver⸗ mittelſt deſſelben ſo gewandt und kräftig in die Höhe, daß ſie nebſt den Vorderzähnen bis in den dritten Stock hinaufflog.

Blitzſchnell faßte Burot mit den Händen nach dem Munde. Doch ehe er ſich von ſeinem Schrecken erholte, war der Kutſcher verſchwunden und Niemand auf dem Trot⸗ toir zu ſehen, als Romeo, der heiter auf ſein Stöckchen lehnte.

Liſt gegen Liſt! rief ihm Nomeo lächelnd zu.... Ihr Herr wird Ihnen Dank wiſſen, wenn Sie ihm die meinige erzählen.... Grüßen Sie ihn ergebenſt vom Bild⸗ hauer aus der Straße Saint⸗Louis, im Marais."

9. Zwei Werkſtätten.

Den folgenden Morgen, Punkt acht Uhr, nach dem gewoͤhnlichen Lever der Herzogin⸗Wittwe, kleideten ſich die Geſchwiſter um. Gaſton zog ſeinen Handwerkerkittel, Sancta ihr Indiennekleid an und ſetzte ihr Häubchen auf.

Statt die Schnur der Pforte zu ziehen, ſtand Jean⸗ Marie Biot von ſeiner Arbeit auf und öffnete die Flü⸗ gelthüre, ſich ehrerbietigſt verneigend.

Gaſton ſah blaß und niedergeſchlagen aus; mit zärtlicher Unruhe betrachtete ihn Biot.

Auch Letzterer war ungewöhnlich düſter und beküm⸗ mert; der Leſer ahnt, warum? Es war ja der Mor⸗ gen, wo er Fräulein Bertha von Malllepré neben der Gertenpforte ohnmächtig gefunden hatte....

Hand in Hand gingen die Geſchwiſter ihren Weg, aber nicht munter plaudernd, wie ſonſt; nein! ſchweig⸗ ſam und betrübt. 3