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muſterte er vermittelſt des Opernglaſes die Galerieen. Auf den erſten Blick fand er Sancta heraus und prüfte ſte als Sachkenner.
„Die oder keine Andere!“ ſagte er bei ſich.„Ge⸗ ſchwind ans Werk!... Meiner Seel', ſie iſt hübſch!...
Aber da wird der Herzog blechen müſſen.“
Der Titel eines Sekretärs, den Herr Burot beim Herzog von Compans⸗Maillepré führte, gibt übrigens dem Leſer nur einen ſehr unvollſtändigen Begriff von den wichtigen Funnktionen, die ihm oblagen. Der Gramma⸗ tiker würde ſagen, dieſer Sekretärstitel paßte nur per Autonomaſiam oder per Synecdochen auf Herrn Burot, welcher, um ihn unverblümt bei ſeinem rechten Namen zu nennen, Nichts war, als der Leporello eines Don Juan, ein gewerbsmäßiger Kuppler von gutem Geſchmacke und feiner Witterung, ein auf die Liebesjagd trefflich abge⸗ richteter Spürhund, ein gegen alle Prügel abgehärteter Mädchenjäger...
Jeder Handwerker hat ſeinen Stolz. So auch Herr Burot, der in der Regel ſeinem Herrn keine Zeit zur Initiative ließ, ſondern ihn zuerſt auf die liebenswür⸗ digen Biſſen aufmerkſam machte. Dießmal war ihm ſein Herr zuvorgekommen; daher erklärt ſich der unver⸗ ſchämte Scepticismus, den er in der oben mitgetheilten Natex⸗dung zwiſchen ihm und dem Herzoge an den Tag egte................
Das Theater war jetzt vorbei und die Menge ſtrömte durch die engen Ausgänge zum Tempel hinaus.
Felix Chapitaux, J. B. S. T. Sanguin, Herr von Montfermeil und Baron Prunot ſtanden am Fuß der großen Treppe und unterhielten ſich von der Taglioni, der kleinen Blondine, der ſieggekroͤnten Stute, die Cha⸗ pitaux angekauft, am Angelegentlichſten aber von Frau Bathilde von Saint⸗Pharamond, der blendend ſchoͤnen Lorette, deren Loge den ganzen Abend unbeſetzt geblieben.
Lorette und Lorette iſt ein Unterſchied. Frau von


