211 ſo nachdrücklich, daß Burot ein höchſt ernſtes Geſicht
machte...
„Mit Vergunſt, Herr Herzog. Es war nur Scherz, auch bin ich ſo nüchtern, daß ich jeder Maus nach⸗ ſchleichen wollte.. fahren wir fort in unſerem Signa⸗ lement, Herr Herzog.... Alſo reizend blond, ſeiden⸗ haarig, roſig, ſchneeweiß, blauäugig, mit einem Bru⸗ der, der Bruder und lein Liebhaber iſt.... Weiter?“
„Ein himmliſcher Wuchs, ſo viel man daran ſehen kann.“
„Und Ihre Toilette?....“
„Höchſt einfach... Muſeelintuch, ſeidenes Kleid, kleiner Crepphut mit einem Kranz von Blumen, die weniger friſch find, als ihre Wangen.“
„Alter Troubadour, verliebter Geck!“ murmelte Bu⸗ rot in den Bart....„Wollen ſehen, was ſich machen läßt, Herr Herzog!“ rief er laut.
„Gut.... So bleiben nur noch die Beinchen oder die Fiaker.. Im erſtern Fall will ich ihr, wie gewöhn⸗ lich, nachſchleichen. Gott gebe nur, daß ſie nicht bei der Barriere du Trone logirt. Im zweiten Fall will ich abpaſſen, was ſie dem Kutſcher ſagt.... Dann notire ich's mir und bringe Ihnen morgen Beſcheid, wenn Gott mir das Leben ſchenkt.“
„Gut ſo! Aber mach, daß Du ins Parterre kömmſt und Dir die Kleine auskundſchafteſt.... Noch heut Abend erwart ich Beſcheid über Deine Expedition.
Deer Herzog ging ins Theater, Burot in die Con⸗ ditorei zuruck.


