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1.-3. Bdchn (1846)
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Burot war ein kleiner, hagerer Kerl mit langen

krauſen Haaren, deren welke, faſt verdörrte Büſchel

ſeinem Kopfe eine gewaltige Breite gaben. Eine krebs⸗ rothe Haut lag feſt und dicht auf ſeinen eckigen, weit hervorſpringenden Backenknochen; die dünne ſchmale Naſe war in der Mitte gebrochen, ſo daß ſie, wie ein Fall⸗ ſchirm, über den mit langen, durch die Pfeifenſpitze tief ausgehöhlten Zähnen, beſetzten Mund herabhing. Ein ſtarker, falber Bart lief wie eine Art Backentuch um die hügeligen Wangen, der ſchwebende blinzelnde Blick der dicht zuſammenſtehenden, runden, kleinen Augen mit röthlicher Einfaſſung verrieth den Spitzbuben von Profeſſion. Seine Kleidung machte offenbar Anſprüche auf Eleganz, denn er trug einen Ueberrock von feinem granatfarbigem Tuch, nebſt einer Weſte von hochrothem Sammet und einer ungeheuren Kravatte von himmel⸗ blauem Atlas, mit hellgelben broſchirten Blumen reich beladen. Ein perlgrauer, blouſenartiger Pantalon ſchlot⸗ terte über die platten knochigen Füße. Auch an Koſt⸗ barkeiten fehlte es nicht, ein großer goldener Siegel⸗ ring ſteckte auf dem Zeigefinger der rechten Hand, eine Filigrankette hing geſchmackvoll an der flammenden Weſte und zwei emaillirte Schmetterlinge breiteten als Hemd⸗ knöpfe ihre zierlichen Flügel aus.

Der Herzog, der an die Impertinenzen des Kerls ſchon gewohnt ſein mochte, hielt ſeinen Zorn an ſich. Ueber⸗ dieß entdeckte er beim Schein der verrauchten Thron⸗ lampen die überirdiſche Glorie der Augen inmitten des

hochpurpurnen Antlitzes. KSchon wieder trunken, mein armer Burot? ſagte der Herzog in mitleidigem Ton.Soll es denn nie beſſer werden?

Ich fürchte, nie, Herr Herzog... S iſt verflucht ſchwer, eine alte Sünde ablegen; das weiß Niemand beſſer, als Sie....

Der Herzog legte ihm die Hand auf die Schulter