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lorettinnen dieſer hoffnungsvollen Jünglinge. Sie ließen ſich in eine ſo detaillirts Beſchreibung der Reize dieſer Mädchen ein, und das in ſo viel ultra⸗techniſchen Aus⸗ drücken, daß ſchier ein Seelenverkäufer erröthet wäre, ſie in den Mund zu nehmen. Endlich verſtändigten ſich die Löwen über die Abweſenheit der Frau von Saint⸗ Pharamond, welche die Hauptſonne im Weltſyſtem die⸗ ſer Edelleute zu ſein ſchien.........
Wirklich hatte die Perſon, welche die allgemeine Aufmerkſamkeit in ſolchem Grade feſſelte, etwas höchſt Auszeichnendes. Es war ein blutjunger Mann; ſeine Haut, vermuthlich durch die tropiſche Sonne leicht ge⸗ bräunt, hatte trotzdem ein zartes, ſammetweiches Aus⸗ ſehen. Aus den glänzend ſchwarzen Augen, von einer ſchönen hohen Stirn überwölbt und von pech⸗ ſchwarzen Haaren anmuthig beſchattet, ſprach eben ſo viel Herzensgüte als Kühnheit. Um den friſchen, kerni⸗ gen Mund mit hochgebogenen Lippen ſproßte ein ſeide⸗ ner Flaum von hellem Braun.
Sein Wuchs war unter mittlerer Größe, aber von ſo wunderbar ſchönen Proportionen, daß das Auge über dieſe ebenſo anmuthigen, als edelvornehmen Formen die ge⸗ ringe Höhe vergaß. Höchſtens konnte man ihm eine zu große Nundung und zu weiche Harmonie vorwerfen. Aber, mein Gott, wie alt mochte er ſein? Höchſtens dreiundzwanzig Jahre. Alſo noch nicht in dem Alter, wo das Knochenſyſtem immer mehr ſeine Rundung ver⸗ liert und in das Eckige des Mannesalters übergeht.
Nachdem er Herrn von Varannes die Hand ge⸗ ſchüttelt, trat er ſo weit an die äußere Einfaſſung der Loge vor, daß während eines Augenblickes ſich zwiſchen dem weit vorgebückten Gaſton und ſeinem Profil nur das blondgelockte Haupt der Frau von Baulnes be⸗ fand. Sobald er die Hand der Vicomteſſe geküßt und Dianen lächelnd zugenickt hatte, ließ er ſich neben der Vicomteſſe auf einem Stuhle in der zweiten Reihe nieder.


