unter dem Pantoffel hatte, zu widerſprechen, und doch hätt' er ſo gern freundſchaftlichſt mit ſeinem Kameraden Poiret angebunden.
„Nazaire,“" ſagte er mit hochwichtiger Miene,„das geb' ich zu.... aber wild.... das ſieht man am Wil⸗ den im Keller... Iſt der nicht auch von Fleiſchfarbe?a
„Nicht er; aber ſein Trikot, Theuerſter!“ rief Poiret.
„Gleichviel.... er iſt ſo wild, wie Paul und Vir⸗ ginie... Er iſt in Amerika geboren.“
Jetzt erſtieg die Unterredung eine Höhe, wohin we⸗ der Bebelle, noch Mignonne folgen konnten. Sie ließen daher den philoſophiſchen Streit auf ſich beruhen und gaben auf's Theater Acht, während Nazaire Alles aus⸗ kramte, was er über die Geburt und Geſchichte des wil⸗
Inzwiſchen kurfirten die manchfachſten Variationen über das eben verhandelte Thema. Ein Jeder wußte was Neues vom ſchönen wilden Marquis zu erzählen,
und nur mit Mühe triumphirte die gewaltige Stimme
der Mademoiſelle Falcon über dieſe Disharmonien....
Felir Chapitaur wußte ſich dieſe ungewöhnliche Neugierde des Publikums, die weder ihn, noch Baron Prunot, Neffen des Herzogs von Pharſalus, noch Herrn von Montfermeil zum Gegenſtand hatte, eben ſo wenig als J. B. S. T. Sanguin, zu deuten. Die ganze Clique, mit Ausnahme des Advokaten Durandin, der weislich ſchwieg, kritiſirte den ſchönen Marquis von Kopf bis zu Fuß. Chapitaux gab ihm ſchlechte Lebensart ſchuld; J. B. S. T. Sanguin, vom Hauſe Sanguin und Clo⸗ quard, fand ihn bürgerlich; Baron Prunot focht ſeinen Adel an. Nachdem ſie dieß Kapitel mit einigen faden Witzen beſchloſſen hatten, erſchöpften ſie ſich im Lob Pal⸗ myrens, Sidoniens und der Athenais, drei Lieblings⸗


