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und Nacht das Geld in Strömen von Louisd'ors, Ru⸗ beln, Guineen, Rupien, Pagoden, Gulden, Dukaten, Dublonen, Dollars, Zechinen, Piaſter, Cruſados u. ſ. w. herabregnete. Denn unter ſeinen glänzeuden Galerien ſah man die Repräſentanten aller Länder und Völker, eine wahre Muſtercharte aller Ragen des Erdballs un⸗ aufhörlich auf und abſpazieren. Hier erklangen alle Sprachen des Univerſums. Hier ſchlug es die Mittags⸗ ſtunde für beide Welten, die alte und die neue. Hier gaben ſich alle Punkte der Charte ein Rendez⸗vous. Der Holländer, welcher dem Amerikaner auf dem Kap, in Kalcutta, in Kochinchina begegnete, lud ihn zum Diner bei Véfour ein.
Das Palais⸗Royal, kann man ſagen, war der Weltmarktplatz. Es gehörte ebenſo gut Frankreich, wie Pans an; ebenſo gut dem ganzen Erdkreis, wie Frank⸗ reich.
London zog es ſeinen herrlichen Parken vor; St. Petersburg den Kais ſeiner weißen Newa; Madrid, ſeinem Prado; Neapel ſeinem azurnen Meere; Wien, Amſterdam, Berlin, Stockholm ließen ſich hier kleiden und beſchuhen. New⸗York behandſchuhte hier ſeine Comptoir⸗Dandys; St. Domingo kaufte hier Berlocken von Similor für ſeine farbigen Marquis.
Denn das Palais⸗Royal jener Zeit war eine Art von Feſtung, vor welcher das Laſter, in ſeinem weiteſten und umfaſſendſten Sinne genommen, die ganze Artillerie ſeiner Verführungskünſte aufgefahren hatte. Nichts fehlte. Es war der einige, allgemein anerkannte Mittelpunkt der goldenen Proſtitution. Von einem Ende ſeiner doppelten Galerie von Holz bis zum andern thronten hier bei Tage die als Modepuppen verkleideten Kurtiſanen hinter Schenktiſchen, Theebänken, Büffets u. ſ. w. Den Blicken Aller zugänglich, warfen ſie ſich in die üppigſten Stel⸗ lungen und kokettirten mit Käufern und Spaziergängern auf das Frechſte und Unverſchämteſte. Von zwanzig zu zwanzig Schritt unter den ſteinernen Galerin öffneten


