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ſich die anrüchigen Thüren zu dieſen weiblichen Behau⸗ ſungen. Wer dieſe unkeuſchen Dormitorien beherrſchte, der hatte im Umſehen ſeine Million zuſammengeſcharrt. Wir kennen den Namen einer Kaſtellanin, die vermittelſt des rechtmäßigen Gewinnſtes aus einem Serail mittleren Schlages, das ſie höchſt anſtändig gerirte, ihr Land⸗ gut, ihre Waldung, ihren Park, ihren Fiſchteich u. ſ. w., nebſt dem Ehrenſitze in der gutsherrlichen Loge ihrer Dorfkirche ſich erkaufen konnte. Hotel in Paris, Schloß in der Picardie; das iſt die Belohnung eines langen mühſamen Lebens, in welchem Madame ecer, wie es ehemals auf ihren Empfehlungskarten hieß, ſich ſtets das aufgeklärte Vertrauen der Liebhaber zu erwerben und zu bewahren gewußt hatte.
Und dieſe Lokale, wie der Leſer ſich aus den vor⸗ hergehenden Kapiteln erinnert, waren ſtets auf das Beſte verſorgt. Vermöge eines Syſtems reiſender Handlungs⸗ diener beiderlei Geſchlechts wurden die ſchönſten Jung⸗ frauen der Provinz an Ort und Stelle aufgeſucht, ge⸗ muſtert, verführt, zugeſtutzt und in as Verwaltungs⸗ bureau abgeſandt. Dieß Mittel war gut. Im Uebri⸗ gen mußte das Pariſer Elend aushelfen. So kam es denn, daß im Palais⸗Royal und ſeinem Weichbilde mehr hübſche Weſen zu treffen waren, als im geſammten Reich zuſammen.
Hand in Hand mit dieſen Verſuchungen der Liebe gingen die des Spieles. Die Göttin Avaritia hatte hier faſt ebenſo viele Altäre, als Venus Pandämos. Tauſend Lokale, wo dem Bauche auf die raffinirteſte Weiſe ge⸗ fröhnt wurde, öffneten die Umgebung ihre Thüren und boten den Priſtern und Prieſterinnen der Wolluſt eine gaſtliche Zufluchtſtätte dar. Was konnte auch geeigneter
ſein, die Schmerzen der am Roulettetiſche geſchlagenen—
Wunden in Vergeſſenheit zu bringen oder die von Gold ſtrotzenden Taſchen der Sieger im Trente⸗et⸗quarante zu erleichtern?
Welch ein meiſterhafter, auf dem Syſtem wechſel⸗
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