Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1846)
Entstehung
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d Sie ſchüttelte den Kopf und ſah ihn lange ſchmach⸗ tend an. 8 Kommen Sie! lispelte ſie.Sie ſollen Alles erfahren!

Nein... ich kann nicht.. ich darf nicht... laſſen Sie mich! ſagte Weſtern halb gezwungen ihr folgend.Mich ruft die Pflicht... eine heilige Pflicht!

Später!. entgegnete ſie mit einem flehent⸗ lichen Blick.

Weſtern taumelte.

Carmen zog ihn bis an den Rand der Treppe des Kellers zum Wilden Mann. Noch einmal ſtrengte er ſich an, die Verſuchung niederzukämpfen und ſeinem beſſern Ich den Sieg zu erringen. Schon glaubte er zu triumphiren, als die anſtrömende Menge ihn mit ſich fortriß. Er ſtieg eine Staffel hinab, dann zwei...

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In dem nämlichen Augenblicke richtete ſich der Kranke des Flügels Valois von ſeinem kümmerlichen Lager auf. Der Jubel der Masken im Garten und unter den Galerien, der mit Donnerſtimmen herauſſcholl, hatte ihn aus ſeinen fieberhaften Träumen geweckt.

Die alte Dame legte ihr lateiniſches Gebetbuch bei Seite; die drei jungen Mäͤdchen trockneten ihre Thränen und rſchten ein Lächeln.

Mit mattem, faſt erloſchenem Blicke ſah der Kranke die jüngere Dame an, die ſich über ſeine Kiſſen bückte.

Iſt er da? fragte er mit hohler, dumpfer Stimme.

Es entſtand eine tiefe Stille. Keines wagte zu ant⸗ worten.

Muth, lieber Vater! ſagte endlich der Jüngling. er kann noch kommen... 4

Wir haben ſo viel gebetet, daß er komme! fügte das Kleinſte der drei Mädchen hinzu, ein ſchoͤnes Kind mit blonden Haaren, die in reichen Locken über ein en⸗ gelſüßes Antlit fielen..