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nooch beklommener zu Muth und er that einen Schritt, ſich zu entfernen. Sie zog ihn leiſe an ſich.
„Ich kenne Sie,“ redete das junge Weib, ihn ſanft, faſt ſlehend an.„Wir ſind Landsleute und ich bedarf der Unterſtützung.“
Der Fremde verzog keine Miene.
Das junge Weib wiederholte ihre Anrede auf Eng⸗ liſch, worauf jener niederblickte. Es ſchien, als mißtraue er ihren Worten.
„Wiſſen Sie meinen Namen?“ fragte er nach kurzer Pauſe, gleichfalls auf Engliſch.
„Ob ich ihn weiß!“ antwortete das junge Weib, mit der Miene und dem Tone größter Offenheit.„Iſt Einer in Boſton, der den Namen des Herrn James Weſtern nicht kennte!“
Der Fremde ſah wieder auf und erröthete. Es ſchien, als freue er ſich unwillkührlich, aus ſo ſchonem Munde ſeinen Namen zu hören.
„Und Sie?“ fragte er weiter.„Wie heißen Sie?“
„Ach,“ ſeufzte ſie,„die Armen wiſſen die Namen der Reichen. Aber wozu brauchen die Reichen die Namen der Armen zu wiſſen?.... Meine Mutter hieß mich Carmen, mein Vater Flamy..... Nennen Sie mich, wie die Mutter mich nannte.“
Sie ſprach dieſe einfachen Worte mit unendlichem Reize in der Stimme und mit einem Blicke auf ihn, deſſen Zauber ihm durch Mark und Bein ging.
Die Klugheit der Amerikaner iſt ſprüchwörtlich, und
doch gibt es in Amerika, mehr als irgendwo ſonſt, Leute, die bei gründlichſter Geſchäftskenntniß nicht mehr von der Welt wiſſen, als die Buben, wenn ſie die Schule verlaſſen.
Weſtern betrachtete prüfend die reiche Kleidung des jungen Weibes.
„Arm?“ fragte er ungläubig.„Und doch ſo pracht⸗ volle Kleider?“
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