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Sollte er mit ſeiner Börſe ein vergebliches Opfer ge⸗ bracht haben? Je mehr der Fremde, in gerader Linie die Gärten durchſcheidend, ſich der Halle näherte, die auf die Straße Vivienne zuführte, um ſo unruhiger wurde der Herzog..
Denn ſobald der Fremde fortging, ſchlug das Ren⸗ dez⸗vous fehl, und es blieb ihm Nichts übrig, als dem Fremden zu folgen, um ſeine Wohnung zu erfahren.
Der Herzog ſah rechts, ſah links, vor und hinter ſich,— aber nirgends ließ der Jüngling ſich blicken.
Darüber mochten einige Minuten vergehen, denn. der Fremde ſtieß auf viele Hinderniſſe, die ſeinen Marſch verzoͤgerten. Aber ſchon hatte er das Kaffee der Rotunda hinter ſich und warf der trunkenen Menge einen Ab⸗ ſchiedsblick zu, um dann die Terraſſe hinabzuſteigen.
„Hab ich doch unter der Ulme gewartet!“ rief der Herzog, verdrießlich auf den Boden ſtampfend.
Eben wollte er die Galerie betreten, als er ſich leiſe an der Schulter berührt fühlte.
Er ſah ſich um, und fuhr erſtaunt zuſammen.
Ein Weib, ſchön wie ein Engel und aufs Geſchmack⸗ vollſte gekleidet, ſtand vor ihm.
Aber ehe er ſie anreden konnte, war ſie verſchwun⸗ den, ihm lächelnd nachblickend.
Wenige Schritte jenſeits des Keller's zum Wil⸗ den Mann holte ſie den Fremden ein, und legte ſanft ihren Arm in den ſeinigen...
Der Herzog blieb verdutzt ſtehen und ſah ihr ver⸗ wirrt nach.
Es war eine herrliche Geſtalt von hohem, ſchlankem Wuchſe. Bei aller graziöſer Keckheit bewahrte ſie eine Art von keuſchem Stolze. Gewiß, es gab im Garten,
unter den Galerien, überall reizende Weiber, ballmäßig
geputzt und faſt ſo bloßen Halſes, wie eine Blumen⸗ jungfrau aus der Provinz, die einem reiſenden Königs⸗ ſohn mit offiziellen Reim en beglückwünſcht. Unter den Reverberen und im Schatten zuckten die Blitze der
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