Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1846)
Entstehung
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Mannes im Mantel eine zweite, die zur Anfeuchtung der vom räthſelhaften Amphitryo beſtellten Trüffeln dienen ſollte. Auch dieß Gerichte ſchmeckte ihm ausge⸗ zeichnet.

Als der Fremde aufſtand, war er purpurroth. Die Wohlfeilheit der Zeche bei ſolcher Schmackhaftigkeit der Speiſen und Weine zwang ihm ein heiteres Lächeln ab. Der Herzog erhob ſich mit ihm.

Es war der Augenblick, wo die übervolle Reſtaura⸗ tion ſich entleerte, und die geſättigten Gäſte ihre alten Vergnügungen wieder aufnahmen. Plötzlich entſtand ein furchtbarer Tumult, die Luſt ſtieg bis zu wildem Ent⸗ zucken. Ein allgemeines tolles Gelächter, das kein Ende nehmen wollte, theilte ſich der bacchantiſchen Maſſe mit. Hier ertönten aus heiſern Kehlen luſtige Lieder oder freche Geſänge, dort ſah man anrüchige Scherze und Lieb⸗ koſungen. Der ganze Hauſen ſchwankte trunken hin und her, als ſtolpere er über ſeine eigenen zahllofen Beine. Man drängte, ſtieß und ſchlug ſich. Irgend eine berühmte Schöne, als Fiſcherin verkleidet und von ihren enihu⸗ ſiaſtiſchen Anbetern im Triumph umhergetragen, ragte über das Gewühl empor und kreiſchte ihre Gaſſen⸗ hauer vom Fiſchmarkte oder ihre unfläthigen Scherze auf das Gewimmel hernieder.

Dieſe Maaß und Ziel verhöhnende Luſt wirkte elektriſch. Auch der Fremde, ohnehin durch den Cham⸗ pagner erhitzt, konnte ihm nicht widerſtehen. Immer weiter drängte das kindlich⸗naive Entzücken über dieß Zauberſpiel ſein natürliches Phlegma in den Hinter⸗ grund, als ſich plötzlich ſeine Stirne umwölkte..

Er ſah haſtig nach der Uhr, und von dem Moment an war das Lächeln dahin. Sein Blick wurde kalt und ernſt.

Sie warten auf mich!.... murmelte er.

Der Mann im Mantel hatte Alles mit ange⸗ ſehen. Erſt jetzt gerieth er in Unruhe. War er nicht vielleicht vom ſchönen Jünglinge betrogen worden?