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Aber wenn der Lärm für einen Augenblick erſtarb, geſchah es nur, um im nächſten noch toller und wilder
zu erſtehen und den Seelenleiden dieſer Familie grau⸗
ſamen Trotz zu bieten....
Und doch war die Stunde günſtig. Die Roulette⸗ tiſche feierten, denn die Reihe kam jetzt an die Reſtau⸗ rationen. Eine Flut von Weibern, mit oder ohne Masken, verkleidet und unverkleidet, alle zauberiſch ge⸗ ſchmückt, ergoß ſich in die Galerien und in den Garten. Draußen ſchmetterten auf allen Seiten die hellen Trom⸗ peten. Durch jeden Eingang wälzten ſich, Kopf an Kopf gedrängt, die Scharen neuer Ankömmlinge ein, deren ſechsſpännige Kaleſchen, von Vorreitern, Stall⸗ knechten und Herolden begleitet, vor der Terraſſe der Straße Vivienne, auf dem Platze des Palais⸗Royal, unter dem Theater⸗Francais, in der Straße Montesquieu, kurz, überall, wo es auf dieſem Tummelplatze ausge⸗ laſſener Luſt noch ein Plätzchen gab, anhielten.
In dieſer Stunde, wo das Rollfeuer der tauſend Wortſcharmützel von allen Seiten her ſich kreuzt, ſehen wir drei Perſonen, die wenig Antheil an dem Feſte zu nehmen ſcheinen, und ſich auf einen Augenblick aus dem ſtets wachſenden Gewühle abſondern.—
Die erſte war ein Mann von mittlerer Größe und offenbar fremder Tournüre. Sein Geſicht verrieth einen Fünfziger. Biederkeit, Offenheit und Klugheit ſprachen aus ſeinen Zügen. Aber in dieſer Feenwelt mußte jeder andere Ausdruck auf ſeinem Antlitz dem einer kindlich⸗ naiven Bewunderung Platz machen, wogegen ſein natür⸗ lich⸗ernſtes Phlegma und ſeine ſenſtere Miene vergeblich ankämpften. Er trug Stulpſtiefeln über eng anliegen⸗ den Beinkleidern; ſein ſchwarzer Ueberrock mit hochauf⸗ ſtehendem, gewölbtem Kragen bedeckte einen halb zuge⸗ knöpften blauen Frack mit goldenen Knöpfen, während ein Mantel zuſammengelegt uͤber ſeinen linken Arm hing.
Wir brauchen nicht zu erinnern, daß im Palais⸗ Royal, jenem ungeheuern Hotel, wo die Reiſenden aller


