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Gettysburg : Erzählung / von A. Ferrari
Entstehung
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Sie erſchreckt wie früher. An ſeiner Rückſichtsloſigkeit ſchon müſſen Sie den alten Bekannten wiedererkennen. Wie ſpielt das Schickſal mit uns Menſchen!

Sie antwortete nicht und ſah vor ſich nieder.

Ich habe den Ton Ihrer Stimme lange nicht ver⸗ nommen, begann Selbitz wieder,und auf die Gefahr hin, mich fortgewieſen zu ſehen, möchte ich ihn wieder hören. Haben Sie mir vergeben, Helene, wie Sie einſt ſagten?

Hören Sie, was ich denke, erwiderte ſie nach einem Augenblick des Beſinnens in gefaßtem Tone. Ich werde frei und offen über unſere Stellung zu einander reden. Sie haben mich erſchüttert durch dies Wiederſehen. Warum ſind Sie gekommen? Was kann ich Ihnen ſein? Ich bin eine arme Wittwe. Mein Leben iſt geſchloſſen, ich tauge zu nichts mehr, als zu Trauer und Tod. Regen Sie den Sturm nicht wieder in dieſer Bruſt auf, den Sturm der Leidenſchaften, der mich früher durchtobte! Ich bin ſehr elend, laſſen Sie es mich wenigſtens in Frieden und Einſamkeit ſein.

Ich will Ihren Frieden nicht ſtören, ſagte Selbitz traurig,aber ich bin zu Ihnen gekommen, weil ich über das Glück meines Lebens mit Ihnen ſprechen wollte. Gott hat wohl den trauernden Engel nicht zum ewigen Führer eines ſo jungen Lebens beſtimmt.