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Gettysburg : Erzählung / von A. Ferrari
Entstehung
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8.

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Was für die Blume friſche Luft und Sonne, iſt für das Weib die Liebe!

Wird die Jungfrau dem älterlichen Hauſe, in wel⸗ chem ſie heranblühte, durch die rauhe Hand des Schick⸗ ſals entzogen und an einen Mann gefeſſelt, welchen ſie nicht liebt, ſo kann wohl das Bewußtſein ihrer Pflicht, die Kraft ihrer Tugend, welche ſo mächtig iſt im Weibe, ihr Halt verleihen, und ſie wirkt immerhin ſegnend und verſchönernd in dem Hauſe, welches ihr Kerker ward. Aber die belebende Wärme, der göttliche Hauch der Liebe durchzieht ihr Herz nicht, und ſie ſenkt ihr Haupt, ruhig, traurig; kalt erfüllt ſie ihre Pflich⸗ ten, ihr Leben iſt ja ein langſam Sterben nur.

Als Helene das Opfer gebracht hatte, welches ihren Vater vor Schande rettete, ſie in Hudelfeldt's Haus als deſſen Gattin eingezogen war, glich ſie der Blume, die dem Abſterben verfallen iſt. Sie war ein treues, freundliches Weib. Mit der weichen Hand zäärtlicher Sorgfalt waltete ſie über Allem, was ihr unterſtellt war, und machte ihrem Manne nach Kräften das Leben angenehm. Aber glücklich war ſie nicht und ihr Gatte wagte ſelbſt nicht, es zu ſein. Bisweilen, wenn er, ſie in ſeine Arme ſchließend, zärtlich ſeine Lippen auf die ihren drückte, begegnete ſeinem Blick der trübe Schimmer einer unendlichen Traurigkeit in