Teil eines Werkes 
3. Bd. (1870)
Entstehung
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war das Comtoir, in welchem Theobald ſeine Arbeits⸗ ſtätte aufgeſchlagen hatte, ein beſcheidenes Gelaß, ein⸗ fach und ſchmucklos, das große Pult am Fenſter mit Rechnungen und den Folianten der Caſſabücher bedeckt. Um der Kaſſe willen waren die Fenſter durch dicke Eiſenſtäbe vergittert.

Armer Schelm! ſagte Klara zu Theobald, indem ſie ſich feſter an ſeinen Arm ſchmiegte.In dieſer traurigen Stube unter Ziffern und Conti's mußt Du Deine Tage verbringen? Der Bruder hat Dir ja alle Poeſie vorweg genommen!

Er hätt' es anders haben können! fiel Frieſeneck ein, bei dem der Comtoirgeruch eine leichte Anwand⸗ lung ſchwer verwundenen Widerwillens hervorgerufen hatte.

Theobald erwiderte:Anders, aber nicht beſſer! Das Selbſtgeſchaffene behagt uns, und wir fühlen nur die Unbequemlichkeit, die uns Andere beweiſen, und der wir uns fügen müſſen. In wenigen Monden habe ich den Werth dieſes ſelbſtändigen Wirkens erkennen und würdigen gelernt, daß ich die Freiheit des Bürger⸗ thums um keinen Preis der Welt mehr hingeben möchte. Ich habe im Palaſte des Edelmanns und unter dem Strohdach der Bauernhütte lange genug ge⸗ lebt, um in beiden Lagern zürnen Sie nicht meiner