Teil eines Werkes 
2. Bd. (1870)
Entstehung
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unter die Arme greifen. Noch ließ ſich aus dem Wracke

ſeines Vermögens ſo viel retten, als zu einer anſtän⸗ digen Bürgſchaftsſumme ausreichte. Damit gelang es Herrn von Schimmelbein, ſeine Mitbewerber zu über⸗ flügeln. Er ward Armeelieferant.

Schönes Feld der Thätigkeit für einen begabten Mann, welcher nicht an Aengſtlichkeit und Engbrüſtig⸗ keit leidet! Herr von Schimmelbein war offenbar zu genial für das krämerhafte Philiſterthum ſeines bis⸗ herigen Berufs, und ſein Bankerott war die Vor⸗ ſehung, die ihn auf die rechte Bahn leitete. Seine ſegensvolle Aufgabe löſte er mit eben ſo viel Glück als Klugheit, und mit ſeinem Reichthume wuchs die Ueber⸗ zeugung, daß ihm auf dem Gebiete ſicherer Finanzſpe⸗ culationen Keiner das Waſſer reiche. Gewiſſe militä⸗ riſche Größen, die ihm kleine Verbindlichkeiten ſchulde⸗ ten, ſchwärmten geradezu für ihn, und als man den bisherigen altersſchwachen Finanzminiſter in den Ruhe⸗ ſtand verſetzte, lenkte man das Augenmerk der Durch⸗ laucht auf Herrn von Schimmelbein.

Der Armeelieferant ward zur Excellenz. Er fand ſich raſch in die veränderte Lebensſtellung, und der neue Beruf dünkte ihm Kinderſpiel gegen die hals⸗ brecheriſchen Wagniſſe ſeiner bisherigen Handthierung. Für ſein neues Wappen wählte er ſich die Deviſe.