Teil eines Werkes 
2. Bd. (1870)
Entstehung
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per aspera ad astra. Uebrigens bewährte er die gleiche Liebenswürdigkeit im Bureau, im Audienzzimmer, wie daheim im vertrauten Kreiſe ſeiner Freunde und Freundinnen. Seine Gaſtereien waren tadellos, ſeine Weine die blumigſten und ſeine Tochter Roſamunde die reizendſte Hebe, die man im ganzen Fürſtenthum fin⸗ den konnte.

Dieſe ungemeinen Vorzüge ließen die kleinen Schwä⸗ chen der Excellenz in den Schatten treten. Es war offenbar nur die Stimme des Neides, die davon ſprach, daß der Aufwand des Miniſters ſeine Einkünfte über⸗ ſteige. Herr von Schimmelbein war vorſichtig genug, ſich beſondere Verdienſte auch beſonders belohnen zu laſſen. Glücklicher Weiſe ſetzte ihn das Mißverhältniß zwiſchen der Civilliſte und dem Bedarfe des fürſtlichen Hofhaltes häufig genug in die Lage, die Staatskaſſe mit einem gnädigſten Handbillete zu überraſchen, das den Finanzminiſter um ſeiner treugeleiſteten Dienſte willen mit anſehnlicher Gratification bedachte.

La Rochelle beurtheilte Verhältniſſe und Menſchen viel zu richtig, um nicht die Niederträchtigkeit des Mi⸗ niſters völlig zu durchſchauen. Aber es fand ſich kein Zweiter, welcher die Verantwortung für eine gewiſſen⸗ loſe Verwaltung des Staatsſchatzes ſo unbedingt und ſorglos übernommen hätte. Und doch bedurfte es eines